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Koneko no Rakugaki
Story

Ein kleines Kätzchen bemalt, sehr zum Vergnügen seiner Maus-Freunde, mit einem Bleistift eine weiße Wand. Doch findet das bunte Treiben ein jähes Ende als plötzlich der Besitzer des zur Wand gehörigen Hauses auftaucht.
Der ist freilich gar nicht erfreut über die ungewollte Verschönerung seiner Behausung und während er das Kätzchen zum Schrubben verdonnert, haben die beiden Mäuse nichts Besseres zu tun als ihm seinen Bleistift zu mopsen und nun ihrerseits damit Unfug zu treiben.
So beginnt eine wilde Verfolgungsjagd zwischen den Freunden, in der sich schon bald Phantasie und Wirklichkeit zu vermischen beginnen.

Meinung

Als sich Japans Trickfilmindustrie nach dem zweiten Weltkrieg langsam wieder zu erholen begann da war es vor allem ein großes Studio dessen Filme die Kinosäle füllten, Toei Animation, und es waren eine Handvoll großartiger Animatoren die in dieser Zeit den Stil des japanischen Zeichentrickfilms maßgebend prägen sollten und einer von ihnen war Yasuji Mori.
Bereits als Illustrator von Kinderbüchern bekannt entwickelte er sich erst zu einem Meister des damals sehr beliebten, von amerikanischen Zeichentrick (vor allem Disney) inspirierten, Stils anthropomorphe, sprechende Tiere als Figuren für die Filme zu nehmen. (ein Stilmittel wie es natürlich seit Beginn des japanischen Trickfilms gern genutzt wurde)

So auch in diesem 13minütigem Kurzfilm aus dem Jahre 1957, in dem Mori in gemeinsamer Regie mit einem weiteren Anime-Pionier, Taiji Yabushita (Link Hakujaden), kreativ mit den Möglichkeiten von Zeichnung und Animation spielt.
Das Story-Rahmengerüst rund um das süße Kätzchen das eine Hauswand bemalt mag dabei für die damalige Zeit sogar einiges an Unterhaltungswert gehabt haben, mir kommt es aber fast schon eher wie ein Alibi daher um einfach nur einen Grund zu haben für das was dann in der großen „Verfolgungsjagd“ passiert.
Hier verschmelzen dann nämlich die recht aufwendigen Zeichnungen der eigentlichen Figuren mit den sehr kindlich gekrakelten Zeichnungen auf der Hauswand und Mori und Yabushita scheinen mal zeigen zu wollen was damals in Sachen Animation und Interaktion zwischen Figuren und Objekten mit genug Engagement und Knowhow im langsam wieder erblühenden Japan so möglich war.
So verformen ich die hin gekritzelten Eisenbahnwagons unter dem Gewicht des Kätzchens, wenn dieses versucht auf ihnen herum zu klettern, Objekte drehen sich vor der Kamera oder es wird auch mal eine Szene nicht in klassischer Seiten-Draufsicht, sondern aus einer Verfolgerperspektive animiert, was weitaus schwieriger zu bewerkstelligen ist (im Gegensatz zu Seitenansicht, wo man in der Bewegung einfach nur mit der Kamera über ein langes, statisches Hintergrundbild fahren braucht, muss in der Verfolgerperspektive nicht nur die Figur sondern auch deren Umgebung komplett animiert werden) und selbst 10, 20 Jahre später noch in großen Kino-Animes als optisches Highlight gewertet wurde.

So ist „Koneko no Rakugaki“ gleich aus zweierlei Hinsicht interessant - einmal wegen Moris niedlichen Tierfiguren, für die er bis heute berühmt und geliebt ist, als auch wegen der experimentellen Vermischung von Zeichenstilen und den zum Teil für die damalige Zeit recht aufwendigen Animationen.
Als lustige kleine Geschichte hingegen hat sich der Film dann doch inzwischen zu sehr überlebt. Da ist man nach über 50 Jahren voll von Disney- oder Warner Brother-Cartoons einfach schon einen anderen Standard gewohnt.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

 Info
Originaltitel:Koneko no Rakugaki
Lauflänge:ca. 13 Minuten
Jahr:1957
Regie:Taiji Yabushita, Yasuji Mori
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 5.jpg 5/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-1053.htm