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Dead or Alive
Story

Zwei Männer, eine Stadt.
Der ein, Ryuichi, ist ein kleiner Ganove, der mit seiner ziemlich schrägen Gang von kleineren Raubüberfällen lebt. Dennoch veranstalten sie genug Trubel um ins Visier der Yakuza und chinesischen Triaden zu geraten, die in ihren Bezirken keine Konkurrenz dulden. Noch dazu kommt sein jüngerer Bruder vom Studium aus den USA zurück und ist gar nicht davon begeistert womit sein großer Bruder sein Geld verdient.
Der andere, Jojima, steht auf der anderen Seite des Gesetzes. Er ist Polizist und recht erfolgreich, doch auch bei ihm liegt einiges im argen. Seine Tochter ist todkrank und braucht eine äußerst teure Operation und seine Ehe ist auch nicht mehr so wirklich das wahre.
Noch wissen die beiden nichts von einander, doch das soll sich ändern, als Jojima über eine Quelle das erstemal etwas von einem gewissen Ryu hört, im Zusammenhang mit einem größeren Geschäft das demnächst über die Bühne gehen soll.
Ryuichi hat unterdessen mit seiner Bande einen spektakulären Coup gelandet und einen Geldtransport überfallen. Doch einer der Gruppe haut mit einem Teil der Beute ab.
Das kann der Rest, und besonders Ryuichi, nicht auf sich sitzen lassen und so suchen, finden und erledigen sie den Verräter.
Das treibt den Keil zwischen Ryuichi und seinem Bruder aber nur weiter in die Eingeweide ihrer Beziehung die immer mehr zerstört wird. (yeah, das ist mal ein Satz ^.^’ )
Trotz allem arbeitet Ryuichi weiter kräftig an seinem „Big Deal“, der vorsieht das er seine Gruppe mit der taiwanesischen Mafia zusammen tut. Die hat natürlich auch Verhandlungen mit den anderen kriminellen Größen der Gegend laufen, weswegen Ryuichi beschließt selbige aus dem Weg zu räumen. Das passt auch so ganz gut, den Yakuza und Triaden waren ja eh nicht gut auf ihn und seine Gruppe zu sprechen.
Auch Jojima ermittelt fleißig weiter und kommt Ryuichi dabei immer näher.
Es kommt wie es kommen muss und damit zu einem ersten Aufeinandertreffen der beiden im Verhörraum. Selbiges endet dann auch erwartet schlecht, mit der Drohung seitens Jojima das er Ryuichi irgendwann kriegen wird.
Während dessen ist eines von Ryuichis Gangmitgliedern, die den Lockvogel für die Yakuza spielen sollte, in die Hände der selbigen gefallen und wurde über rangenommen.
Auch bei Jojima wird es kritisch, der Zustand seiner Tochter hat sich rapide verschlechtert und wenn sie noch eine Chance haben soll braucht sie dringen die Operation. Jojima muss so schnell wie möglich die benötigten 20 Millionen beschaffen. Doch er hat schon einen Plan. Er erpresst die Yakuza.
Erst startet er eine Verhaftungswelle gegen alles kriminelle Gesindel das mit ihr zusammen arbeitet und dann droht er sogar den Bossen mit Verhaftung in Razzien in deren Kasinos, wenn sie ihm nicht die 20 Millionen geben.
Unter dessen setzt auch Ryuichi, der inzwischen vom Schicksal seines Lockvogels erfahren hat, alles auf eine Karte und stürmt mit seinen Leuten eine gemeinsame Feier der Triaden und Yakuza und richtet ein Blutbad unter den hochrangigen Gästen an.
Beim betreten des Restaurants wird er allerdings von einem von Jojimas Leuten gesehen, der diesen auch gleich darüber informiert.
Indes hat Ryuichi und seine Gang so gut wie alle Leute eliminiert, als plötzlich der Chef der Triaden Ryuichi mit einem Schwert angreift. In letzter Sekunde kann ihm sein Bruder zu Hilfe kommen und den Triadenboss erledigen. Es scheint das die beiden jetzt doch wieder zu einander gefunden haben, doch das Glück wärt nicht lang.
Der Polizist konnte nicht auf das eintreffen seines Chefs warten und stürmt nun allein den Laden, wobei er natürlich im Kugelhagel der Gang stirbt. Doch leider wird auch Ryuichis Bruder bei dem Schusswechsel getroffen und tödlich verletzt.
Als Jojima endlich am Tatort eintrifft ist es längst zu spät und er findet nur noch ein Schlachtfeld übersäht mit Leichen vor. Unter ihnen auch sein Kollege und guter Freund.
Jojima setzt daraufhin seine harte Linie weiter fort und lässt einen Kriminellen nach dem andere hops gehen, sehr zum Ärger von Ryuichi, der nach seinem geglücktem Attentat jetzt natürlich ganz weit oben in der Unterwelt steht. Immer hin hat Jojima noch die 20 Millionen bekommen, bevor die Bosse starben und seiner Tochter geht es schon viel besser.
Doch das Glück währt nur kurz, denn seine Frau und seine Tochter werden bei einem Anschlag mit einer Autobombe getötet, und das vor den Augen Jojimas.
Keine Frage das diese Bombe nur von einem kommen kann, Ryuichi.
So kommt es Schluss letztlich zum ultimativen Aufeinandertreffen der beiden Männer.
Zwei Männer, eine Stadt, und nur Platz für einen.

Meinung

Ah, mal wieder ein Miike, das ist ja schon Gewohnheit in unserer Real Trash Ecke, und wer öfters mal vorbei schaut der weiß das kann nur eins heißen: Entweder Top oder Flop.
Diesmal aber erfreulicher weise wieder ersteres.
Dead or Alive gehört auf jeden Fall zu den besten Miike Filmen und weiß mich wieder zu begeistern.
Wie man der langen Storybeschreibung schon entnehmen kann ist die ziemlich umfangreich und wird dennoch sehr schön flüssig und im genau richtigen Tempo erzählt. Viele Leute sagen, der Film würde nach dem furiosen Intro abstürzen und sich bis zum Massaker an den Bossen langweilig dahin ziehen, aber ich sage, die Leute haben den Film nicht richtig verstanden, bzw. sind mit falschen Erwartungen an ihn rangegangen.
Sie haben vielleicht erwartet das der ganze Film wie das Intro dahin rasen würde, doch nimmt man sich lieber viel Zeit zum erzählen der Geschichte und zum Aufbauen der Fehde zwischen Jojima und Ryuichi, die mit fortlaufen das Films immer weiter und weiter gesteigert wird, bis sie am Ende im Finale total explodiert und völlig surreal und comichaft endet.
Der ganze Geschichte mit all ihren Elementen dient eigentlich eh nur diesem einen Ziel, was ich sehr interessant fand.
Dazu kamen wieder einige Miike typische Schockszenen mit denen mal wieder an den Mauern der Bastion Geschmack gerüttelt wird, aber das sind wir von diesem Regisseur ja gewöhnt. Filmentscheidend sind sie nicht.
Vom inszenatorischen her gibt es wie schon angedeutet auch einiges Geboten. Das rasant geschnittene Intro ist da wohl das Highlight des Films, aber auch sonst wird nicht mit Farbfiltern oder Handkameraaufnahmen gespart, die den Film find ich gelungen unterstützen.
Die Effekte kommen auch ganz gut rüber, aber oft wird auch auf Dunkelheit gesetzt, so das man nicht viel von ihnen sieht.
Im großen und ganzen einer der besten Miikefilme für mich, weil einfach mal ein lustiges Konzept das den Zuschauer quasi auch ein bisschen verarscht, was den Film dann auch soll toll macht.
Ich hatte jedenfalls sehr viel Spaß beim ansehen und das ist es ja worauf es am Ende, fernab aller qualitativen Kriterien, ankommt.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Dead or Alive: Hanzaisha
Land:Japan
Jahr:1999
Regie:Takashi Miike
Medium:DVD (One World Entertainment / REM)
Lauflänge:ca. 105 Minuten
Freigabe:FSK ab 18 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

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Sound:

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Story:

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 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 6042
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-275.htm