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Darkside Blues
Story

Irgendwann in der Zukunft.
Der Großkonzern Persona besitzt und kontrolliert 90% der Landmasse der Erde. Eines der wenige Flecken die noch Frei sind ist Darkside Tokyo. Umgeben von einer riesigen Mauer, die es von der Persona-Welt abschneidet, herrscht in den Straßen dieser Stadt quasi Anarchie. Doch die noch verbliebenen freien Ländereien sind auch ein Hort des Wiederstandes. Die Anti-Persona Terrororganisation verübt Anschläge auf wichtige Persona Einrichtungen. Bei eben solch einem Anschlag der schief läuft kann ein Terrorist entkommen und nach Darkside Tokyo fliehen. Dort gerät er an Mai, die auch so eine Art Wiederstandskämpferin ist, allerdings nichts mit Anti-Persona zu tun hat. Sie rettet ihn vor einem Kopfgeldjäger und bringt den schwer verletzen zu einer befreundeten Krankenschwester.
Und noch einen Neuankömmling gibt es. Einen seltsamen Mann der mit einer Pferdekutsche unterwegs ist. Er rettet einem kleinen Jungen den Mai kennt das Leben. Zu dem scheint er über magische Kräfte zu verfügen. Die nichts mit den außergewöhnlichen Kräften der „enhanced human“ zu tun haben, die es auch noch gibt.

Meinung

Ihr findet die Inhaltbeschreibung klingt etwas wirr?
Nun ja, ich befürchte da muss ich euch recht geben, doch glaubt mir einfach wenn ich euch sage das es nicht leicht ist bei dem Film eine erklärende Nacherzählung der Story zu verfassen.
„Darkside Blues“ geht nämlich leider sehr knauserig mit Hintergrundinformationen zu seiner Geschichte um. Was sind die „enhanced humans“? Was ist Darkside? Was ist die Persona Corporation und wie kam es dazu das sie 90% der Erde kontrolliert? Was hat es mit der alten und ihrem seltsamen Hotel auf sich das auch verzaubert zu sein scheint? Was hier? Warum da? Ja, DB macht es einem wirklich nicht leicht die Geschichte und auch die Handlungsweisen der Charaktere nach zu vollziehen. Dabei beginnt das ganze wirklich sehr vielversprechend. Die Geschichte wird langsam aufgebaut und ein ziemlich interessantes Bild der trostlosen Zukunft gezeichnet in der sie sich abspielt. Nur leider verliert sich der Film dann auch ziemlich darin und will einfach nicht richtig in Fahrt kommen. Die Geschichte dümpelt eine Weile vor sich hin, bevor es dann an ein übereiltes, hastiges und vor allem total unbefriedigendes Ende geht. Kein Platz ist mehr für großartige Erklärungen, weil zuviel Zeit damit verschleudert wurde ein paar, zwar sehenswerte, aber doch wenig relevante Mystik-Szenen und Endzeit-Bilder abzuspulen. Das ist zwar durchaus ganz passabel und so ist der Film (zumindest beim ersten sehen) auch nicht all zu langweilig, bringt aber die Story nicht wirklich toll voran. So bleiben am Ende mehr Fragen als Antworten und das abschließende Einblenden des bis dahin mehr oder weniger unbedeutenden Jungen setzt dem ganzen die Krone auf. Da bleibt einfach nur das Gefühl das man auf Teufel komm raus versucht hat die Ideenlosigkeit im Skript zu überspielen. Überhaupt wirkt die ganze Storyline wie voll Enthusiasmus angefangen und dann mittendrin die Lust verloren. Der Rest wurde mehr oder weniger lieblos fertig geschrieben weil’s halt muss. Nur gut das soviel unerklärlich Mystik drin vorkommt das sich das halbwegs gut kaschieren lässt. Überlässt man halt einiges dem Raten des Zuschauers, dann muss man sich wenigsten selber keinen Kopf drum machen.
Gerettet wird das Ganze dabei auch von den doch sehr schönen Zeichnungen und Designs. Besonders die verfallenen freien Ländereien wie Darkside Tokyo sehen teilweise wirklich schön endzeit-mäßig aus und der Film bedient diese Vorliebe von mir auch immer wieder mit schönen kleinen „kuck dir die Landschaft an“ Szenen. Ansonsten gibt’s auch ganz passable Kost, die für einen Film von 1994 durchaus annehmbar ist. Nur bei den Animationen hapert es manchmal etwas mehr, aber wirklich Schnitzer gibt’s nur selten. Man kann im Großen und Ganzen schon damit leben.
Musikmäßig gibt es 0815 Anime Untermalung. Passt so halbwegs ganz gut dazu und fällt weder positiv noch negativ aus dem Rahmen.
So bleibt mir als Fazit nur noch zu sagen das „Darkside Blues“ ein höchst mittelmäßiger Anime ist der wohl eher nur Fans von düster-mystischen Endzeitstories ansprechen dürfte. Kann man dann auch durchaus mal ankucken, aber mehrmals muss wohl eher nicht sein.

Screenshots

Bild 1

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Bild 5

 Info
Originaltitel:Darkside Blues
Lauflänge:ca. 83 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Jahr:1994
Regie:Yoshimichi Furukawa
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 5248
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-361.htm