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Beating Angel Dokuro-chan
Story

Sakura könnte eigentlich ein ganz normales Schülerleben führen, wäre da nicht der Umstand das seit einiger Zeit ohne ersichtlichen Grund ein Engel bei ihm wohnt, und noch dazu ein junger, gutgebauter Weiblicher. Ihr Name ist Dokuro und mit vorliebe traktiert sie Sakura mit ihrem spikebesetztem Metall-Baseballschläger, sobald dieser mal wieder etwas, in ihren Augen, falsches oder dummes tut.
Doch als würde es noch nicht reichen das er daheim unter ihr zu leiden hat, beschließt sie ihm in Zukunft auch noch in der Schule Gesellschaft zu leisten und mit ihm in eine Klasse zu gehen. Das sie ein Engel ist und das auch jeder sehr gut an ihrem Heiligenschein sehen kann stört sie dabei nicht und auch in der Schule scheint diese kleine Ungereimtheit niemanden sonderlich zu verwundern. Nur Shizuki, Sakuras Jugendfreundin und heimliche Liebe, ist etwas unerfreut über Dokuros benehmen und will sie an den Klassensprecher abschieben. Doch denn verwandelt Dokuro kurzerhand in einen Affenmenschen und auch das Mädchen das neben Sakura sitzt lässt sie verschwinden, damit nichts mehr zwischen ihr und ihrem Schützling steht.
Aber das soll für Sakura noch nicht die Spitze der Fahnenstange gewesen sein. Als wäre das alles noch nicht genug taucht plötzlich noch eine zweite Engelin in der Schule auf und sie versucht ihn an einen ruhigen Platz zu entführen. Dokuro geht zwar dazwischen und erklärt ihm das er nicht auf Sabato hören solle, doch am Ende unterliegt Sakura deren weiblichen Reizen und klaut auf ihren Befehl hin Dokuro ihren Heiligenschein. Das hat ungeahnte Folgen, denn solang Engel ihren heiligen Schein nicht über sich haben leiden sie an "explosivem Durchfall".
Das zwingt Dokuro sich aufs Klo zurückzuziehen und Sabato macht sich daran Sakura mit ihrem Elektrostab das Lebenslicht auszuknipsen. Doch Shizuki lenkt sie ab und Sakura kann flüchten. Bei der Verfolgung stolpert Sabato dann über einen Wassereimer und als sie versucht völlig durchnässt ihren Elektrostab zu benutzen brutzelt sie sich selbst.
Die nun dazu kommenden Klassenkammeraden denken allerdings Sakura hätte die arme Sabato so zugerichtet und wollen ihn gleich an Ort und Stelle auf dem Schulflur lynchen. Als Sakura fragt warum er überhaupt getötet werden soll führt es ihm Sabato trotzt Dokuros (die inzwischen sichtlich ausgelaugt das Klo wieder verlassen hat) Widerspruch anhand eines Films vor.
Sakura wird nämlich ein mittel finden die Alterung zu stoppen und die Menschen unsterblich zu machen. Allerdings um den Preis das die Frauen mit 12 Jahren aufhören zu altern. Um das zu verhindern wurde Dokuro in der Zeit zurückgeschickt um ihn zu töten, doch sie wollte das nicht und sucht nach einem anderen Weg die Geschichte zu verändern. Dafür wird sie als Verräterin angesehen und Sabato wurde geschickt um die Aufgabe zu erfüllen.
Dabei hat Sakura das ganze noch nicht einmal beabsichtigt. Also zumindest die Unsterblichkeit nicht. Er wollte nur eine Welt voller 12 jähriger Mädchen.
Ob solcher eindeutig pädophilien Züge ist der versammelten Klassenkameradschaft nur noch mehr klar das Sakura sterben muss. Schließlich haben einige selber jüngere Schwestern und einen Menschen könnte man so ein Scheusal ja eh nicht nennen.
So macht sich Sabato daran ihre Aufgabe zu vollenden, doch Dokuro stürzt sich auf sie. Im folgenden Gerangel gelingt es Sakura Sabatos Heiligenschein zu klauen und schleudert ihn weit aus dem Fenster, womit die Gefahr erst einmal abgewehrt wäre.
Doch die Geschichte beginnt hier erst und auf Sakura warten noch einige harte Zeiten.

Meinung

Man sieht schon an der Inhaltsbeschreibung, "Bokusatsu Tenshi Dokuro-chan" ist mal wieder einfach nur schräg. Im besten Sinne eines Link FLCL oder Excel Saga (+Link Puni Puni Poemi) gibt’s hier einen Gag nach dem anderen. Dabei legt Dokuro-chan besonderen Wert auf blutige Witze der schwärzesten Art (Mothy Phyton lässt grüßen). So muss der arme Sakura ein ums andere mal auf brutalste Weise sein Leben aushauchen, wenn Dokuro nach einem Fehltritt seinerseits mal wieder ein matschig-blutiges Exempel an ihm statuiert. Leider ist es damit fast etwas zu viel des guten, so dass spätestens nach dem fünften mal so langsam Abnutzungserscheinung auftreten und das ganze etwas langweilig wird. Die Geschichte an sich tritt dabei fast völlig in den Hintergrund und kommt, zumindest in den bisherigen Episoden, nicht wirklich voran. Die Serie verlässt sich da doch etwas zu sehr auf die Witzeinlagen, die zwar wirklich gut sind, aber um eine Serie interessant zu halten muss einfach mehr Abwechslung rein. Vielleicht wäre Dokuro-Chan da als 2 oder auch 6teilige OVA (wie Puni Puni oder FLCL) besser angelegt gewesen. So droht das ganze doch in absehbarer Folgenanzahl am ewigen Wiederholen der selben Gags und auf der Stelle treten der Story langsam zu versanden. Ein Schicksal das dem guten Potential der Serie nicht gerecht würde. Blitz abseits des, wenn auch schwarzgründig brachialen, doch eher klamaukigen Slapstick Humors auch der ein oder andere ironische Seitehieb auf zum Beispiel Prominente auf. So sehen wird in der ersten Folge kurz eine Nachrichtensendung mit Berichten über Georg Bush, Kim Jong-Il und Michael Jackson oder in Folge 4 einen interessanten Kinofilm. Mehr davon würde der Serie auf jeden Fall gut tun.
Ebenfalls etwas erfrischend kommt der Running Gag mit dem Affen-Klassensprecher, der zwar in der "schlecht ausgeschnittenen Foto" – Manier sofort an Southpark erinnert, aber trotzdem ein guter Gegenpunkt zu den ständigen Brutalitätswitzen bildet.
Auch mehr kurz eingeworfenes wie die Kommentare des Klassenlehrers zu Dokuros Vorstellung ("ich freu mich auf die Sportstunde") wären toll.
Man sieht, es gibt wirklich genug Potential dem aber, zugunsten des "hau drauf", zu wenig Zeit geschenkt wird.
Weit aus perfekter gibt sich das ganze da schon von der optischen Seite. Hier gibt es eigentlich wirklich nichts zu meckern.
Die Zeichnungen und Designs sind klasse und besonders Dokuro super kawaii. Auch die ganzen "Fratzen" und sonstigen Gesichtsentgleisungen, die für diese Art Anime eine wichtige Rolle spielen, sind durchweg solide und reichen von total cute über herrlich schrill bis richtig abstoßend hässlich. Für einige vielleicht sogar zu hässlich könnte ich mir vorstellen.
Generell ist der Humor natürlich sehr herb und absolute Geschmackssache. Aber grad die brutalen Szenen sind so überspitzt gestaltet das man eigentlich kein Ekelgefühl aufkommt. Dazu sprudelt die rote Flut viel zu übertrieben.
Die Animationen sind für eine Serie auch erstklassig und es gibt sogar einige richtig schön animierte Kamerafahrten oder Personendrehungen. Auch auf dem Feld hat man sich wirklich Mühe gegeben.
Wenn man unbedingt einen negativen Aspekt braucht könnte man eventuell meckern das die Hintergründe etwas zu wenig detailliert sind, aber wer beim normalen sehen der Serie darauf achtet, für den ist sie wohl eh nicht geeignet.
So kann ich "Bokusatsu Tenshi Dokuro-chan" dann doch empfehlen, auch wenn die Story einige schwächen hat und das ganze mit fortgesetztem Konsum langweilig, weil eintönig, zu werden droht. Am besten immer nur ein paar Folgen auf einmal sehen und dann eine längere Pause dazwischen einlegen. So funktioniert die Serie bestens als kleine Erheiterung für zwischendurch.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Bokusatsu Tenshi Dokuro-chan
Lauflänge:ca. 26 Minuten pro 2 Episoden
Episoden:unbekannt
Freigabe:unbekannt
Jahr:2005
Regie:Mizushima Tsutomu
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 7377
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-367.htm