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Dark Water
Story

Nach der Scheidung von ihrem Mann und dem anschließenden Streit um das Sorgerecht für ihre gemeinsame Tochter geplagt, sucht Yoshimi eine neue Wohnung für sich und ihre Tochter. Das Haus in dem sie dann auch endlich eine finden ist zwar nicht mehr das neuste, der Vermieter weißt aber extra daraufhin, dass es grundsolide und unter der leicht angeschlagenen Fassade noch bestens in Schuss ist. So misst sie auch der Pfütze im Aufzug und denn überall präsenten Wasserflecken an den Wänden keine große Bedeutung bei. Doch plötzlich verschwindet ihre kleine Tochter aus der Wohnung und Yoshimi findet sie am Ende auf dem Dach wieder wo sie eine hübsche rote Tasche gefunden hat. Woher diese kommt kann sich allerdings keiner erklären.
Nichts desto trotzt nehmen die beiden dann die Wohnung und neu tapeziert und eingeräumt scheint auch erst einmal alles in Ordnung zu sein. Lediglich ein unschöner Wasserfleck an der Schlafzimmerdecke ist geblieben.
Doch schon bald beginnt der sich auszubreiten und sogar Wasser beginnt von der Decke zu tropfen und auch ein seltsames Poltern ist immer wieder zu hören. Und das ist erst der Anfang. Sowohl Yoshimi als auch ihre Tochter beginnen ein seltsames junges Mädchen in einem gelben Regenmantel zu sehen. Wie Yoshimi herausfindet verschwand dieses Mädchen vor einiger Zeit spurlos. Außerdem ging sie in den selben Kindergarten wie Yoshimis Tochter jetzt. Und genau wie das Mädchen vor ihrem verschwinden, beginnt auch Yoshimis Tochter ein sehr seltsames verhalten an den Tag zu legen. Dazu kommt auch noch, dass Yoshimis Mann den Kampf um das Sorgerecht noch nicht aufgegeben hat und mit allen möglichen Mitteln versucht seiner Frau das Kind wegzunehmen.

Meinung

„Dark Water“ ist ein weiterer Film vom Link Ring-Regisseur Hideo Nakata. Von daher weiß man auch vorher schon ganz gut auf was sich man einstellen kann und der Film erfüllt diese Erwartungen dann auch. Eine mysteriöse Geschichte die auf langsam Grusel ausgelegt ist und in der uns, dank immer mal wieder eingebaute Rückblenden, langsam das düstere Geheimnis rund um das verschwundene Mädchen gezeigt wird. Dazwischen gibt es viele düstere Ereignisse die die junge Familie beuteln und besonderes Yoshimi an den Rand des Wahnsinns treiben. Spukt es nun tatsächlich oder steckt nur ihr Mann dahinter? Oder bildet sie sich doch alles nur ein? Sie war ja schließlich schon einmal in psychiatrischer Behandlung. Dark Water schafft es wirklich die Spannung bis zum auflösenden Ende zu halten und der Zuschauer darf sich bis dahin die ein oder andere eigene Auflösung zusammenreimen die dann entweder bestätigt oder verworfen wird. Das Ende selbst ist dann allerdings doch überraschend simpel und mir persönlich fast etwas zu schmalzig. Bis dahin gibt es aber wunderbaren grusel made in Japan. Begleitet von der, für diese Art der Filme schon fast als Standart zu bezeichnenden, wunderbar schaurigen Soundkulisse die sehr sparsam aber unglaublich effektiv eingesetzt wird und immer genau im richtigen Moment für den zusätzlichen Thrill sorgt. Dazu gibt es diffuse Gestalten die im gezeigten Zwielicht selbst für en Zuschauer nicht einfach aus zu machen sind und manchmal fast quälend lange Kameraschwenks bei denen wir ungeduldig darauf warten das wir doch endlich das zu sehen bekommen was die Akteure gerade so erschreckt hat. Halt all das was mich schon an Filmen wie Ring oder Link Ju-On so begeistern konnte. Wem allerdings diese Titel schon nicht gefallen haben, der dürfte auch mit „Dark Water“ nichts anfangen können. Auch wenn die Geschichte hier etwas einfacher zu verstehen ist als bei so manchem japanischen Genrekonkurrent.
Wie gesagt, da wäre dann noch das Ende, das mir persönlich nicht so gefallen hat, aber wohl wie so oft Geschmackssache ist. Dafür hat mir die Darstellung der zerrütteten Familie ganz gut gefallen, auch wenn dieser Plotpunkt zum Ende etwas versandet ist.
„Dark Water“ bleibt dennoch ein guter Horrorfilm, der sich alle mal zu sehen lohnt.

Screenshots

Bild 1

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Bild 5

 Info
Originaltitel:Honogurai mizu no soko kara
Land:Japan
Jahr:2002
Regie:Hideo Nakata
Medium:DVD (Highlight)
Lauflänge:ca. 97 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 9.jpg 9/10

Effekte:

 8.jpg 8/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5241
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-382.htm