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Bagi, the Monster of Mighty Nature
Story

Einst brachte Ryos Vater ihm ein kleines Kätzchen mit nach Hause.
Ryo wollte eigentlich lieber einen Hund haben, aber schon nach kurzer Zeit war ihm das Kätzchen, das er Bagi nannte, ans Herz gewachsen. Nur irgendetwas schien nicht zu stimmen. Bagi war keine normale Katze. Um so älter sie wurde, um so mehr erstaunliche Fähigkeiten entwickelte sie. Das führte soweit das die Leute Angst vor ihr bekamen und Ryo wegen ihr angriffen. Da entschloss sie sich zu fliehen und nach anderen ihrer Art zu suchen.
Neun Jahre später trafen sich die beiden wieder. Ryo war inzwischen Mitglied in einer Rockerbande. Seine Mutter, eine Wissenschaftlerin, war so gut wie nie zu Hause und auch mit seinem Vater kriselte es gewaltig.
Aus Bagi war inzwischen ein ausgewachsener Katzenmensch geworden. Der Körper geformt wie der einer Frau, aber mit Fell, Schwanz, und Katzenpfoten und –Schnauze.
Ryo fällt es deshalb auch ziemlich schwer in ihr sein kleines Kätzchen von einst wiederzuerkennen, doch als er endlich davon überzeugt ist, dass sie es wirklich ist, machen sich beide auf den Weg das Geheimnis von Bagis Herkunft zu ergründen.
Von seinem Vater erfährt Ryo das er Bagi damals in der Nähe des Labors gefunden hätte in dem seine Mutter arbeitet. Von den Anwohner, dass dort vor 9 Jahren eine Reihe Versuchstiere ausgebrochen waren, die anschließend gejagt und getötet wurden. So beschließen sie ins Labor einzubrechen und dort Ryos Mutter zu suchen um sie um eine Erklärung zu bitten.
Der Einbruch gelingt ihnen auch, aber alles was sie finden sind jede Menge seltsame Pflanzen und Tier-Cyborgs. Es scheint als würde Ryos Mutter an ziemlich seltsamen Experimenten arbeiten. Gentransplantation und Klonen und ähnliches.
Aber leider ist sie selbst nicht da und Ryo und Bagi werden vom Sicherheitsdienst entdeckt und gejagt. Sie schaffen es bis ins Büro des Direktors von dem sie erfahren das Ryos Mutter inzwischen in einem Land in Südamerika arbeitet, also hypnotisiert Bagi den Direktor und zwingt ihn sie beide ebenfalls dorthin zu schicken. Der hetzt ihnen aber zusätzlich noch einen Killer auf den Hals, der sie ihm Flugzeug angreift und sie am Ende auch aus selbigem wirft. Bagi kann aber in letzter Sekunde einen Fallschirm basteln mit dem sie beide den Sturz mehr oder weniger heil überstehen. Über mehrere Umwege kommen sie jedenfalls doch noch ins Labor, in dem Ryos Mutter inzwischen an einer neuen Reissorte arbeitet. Diese hat aber immer noch nichts besseres vor als Bagi zu töten und auch die Drohungen ihres Sohnes können sie nicht von ihrem Plan abhalten. Während der nun allerdings versucht Bagi zu retten, muss seine Mutter erkennen das ihre Experimente schief gegangen sind und ihr neuer Reis tödlich giftig ist. Verzweifelt über diesen furchtbaren Fehler will sie ihre Arbeit abbrechen, doch der Regierungschef des Landes sieht die Sache ganz anders und ist begeistert vom tödlichen Resi, mit dem er glaubt all seine Feinde ausschalten zu können.
Ryo konnte inzwischen Bagi befreien und will nun mit ihr seine Mutter holen und dann mit ihr fliehen, doch werden beide getrennt. Bagi muss ihm versprechen seiner Mutter nichts zu tun falls sie sie finden sollte und er muss sie dafür noch einmal am Hals kraulen, danach trennen sich ihre Wege. Als er sie das nächste mal sieht ist Bagi auf der Flucht und seine Mutter tot, überseht mit Kratz- und Beißspuren.
Ryo, davon überzeugt das Bagi seine Mutter getötet hat, macht sich nun auf die Suche nach ihr, um sich an ihr zu rächen.

Meinung

Als Osamu Tezuka diesen Film 1984 für das Fernsehen produzierte gab es in Japan in der Tat heftige Diskussionen um Genforschung. Man kann diesen Film also als eine direkte Reaktion auf eben dieses Thema verstehen. An sich eine gute Sache, nur leider funktioniert das ganze (zumindest aus heutiger Sicht) nicht wirklich so toll.
Das Hauptproblem bei der Sache ist die unrunde Story. Das ganze entwickelt sich einfach nicht wirklich flüssig. Besonders die Charaktere sind oft schwer nachzuvollziehen. Wie sich Ryos Mutter plötzlich um 180° wandelt als sie entdeckt das ihr Reis giftig ist, das ist überhaupt nicht nachvollziehbar und passt kein bisschen dazu, wie ihr Charakter bis dahin aufgebaut wurde. Aber auch die restlichen Charas erfahren das ein ums andere mal völlig plötzliche und unsinnige Wandlungen. Einen nicht geringen Einfluss darauf dürfte auch die zum Teil einfach zu übertriebene Gefühlsdarstellung sein. Die Figuren sind quasi völlig overactet gezeichnet, was es einem in solchen Situationen schwer macht das ganze ernst zu nehmen. Für einen Film der sich aber selbst ernstgenommen wissen will eine fatale Sache.
Ein weiterer Punkt liegt auch einfach an der übertriebenen Story an sich. Im Film gibt es eine kurze Passage um welche Art von Forschung es eigentlich geht und was diese so beinhaltet und macht, die aus heutiger Sicht eigentlich nur noch unfreiwillig komisch wirkt. Ein paar Gene ausgetauscht und schon hat man monströse Mischwesen, ich weiß ja nicht ob man sich das Anno 1984 tatsächlich so vorgestellt hat, aber aus heutiger Sicht wirkt das doch ziemlich quatschig und verfehlt damit seine wohl beabsichtigte, abschreckende Wirkung.
Einige interessante Aspekte hat der Film aber dennoch zu bieten. So gelingt es ihm trotz mancher Probleme in der Geschichte einen beständigen Spannungsbogen zu schaffen der einen die ganze Laufzeit über bei der Stange und den Film tatsächlich bis zum Schluss interessant hält. Dieser wird hauptsächlich getragen von zwei Punkten, das Geheimnis hinter Bagi und der Beziehung zwischen Bagi und Ryo. Ja, das ist tatsächlich eine Beziehung und man hat Bagi auch nicht gerade zu katzenartig angelegt. ;)
In der Tat ist ihre Figur eine recht erotische. Nicht nur das ihr Körper doch mehr von den Merkmalen einer Frau als einer Katze bestimmt ist, auch ihr Verhalten darf die Fantasie des Zuschauers anregen. Wenn sie dem verletzten Ryo die Schulter leckt, dann hat das schon etwas von einem zärtlichen Liebesakt. Also die in die Figur hineingelegte Erotik kann man einfach nicht leugnen. Mich würde ja mal interessieren wie das zu der damaligen Zeit so ankam. Erotische Catgirls sind heute nicht mehr aus der Animewelt wegzudenken, aber damals?
Was nun die optischen Aspekte des Films angeht, an denen hat der Zahn der Zeit inzwischen freilich sehr genagt. Während die Designs zwar auch etwa altbacken, aber nichts desto trotz recht ansprechend aussehen, sind die Zeichnungen und Animationen für heutige Verhältnisse eher schwach. Damals dürften sie durchaus auf dem Stand der Zeit gewesen sein, State of the Art aber auch auf keinen Fall.
Besonders die Animationen sind eben doch teils sehr ruckelig und bestehen aus verhältnismäßig wenigen Einzelbildern. Auch aufwendige Sachen wie Spiegelungen oder komplexere Lichteffekte sucht man natürlich vergeblich. So etwas war damals noch Zukunftsmusik und nicht verwirklichbar.
Echte Fans alter Animes kann so etwas freilich nicht schrecken und wer sich für ältere Sachen interessiert und über ein paar doch recht deutliche Schwächen in der Geschichte hinwegsehen kann, der dürfte mit „Bagi“ dennoch gute 90 Minuten haben. Das Ende ist nämlich wirklich gut gelungen und da der Film bis dahin auch genug Spannung mit bringt lässt es sich auch gut bis dahin aushalten.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Daishizen no Majyu Bagi
Lauflänge:ca. 84 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:1984
Regie:Osamu Tezuka
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 8624
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-470.htm