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Animal Treasure Island
Story

Als der junge Jim eines Abends mal wieder allein das Hotel hüten muss und mit seinem Freund Glan von einem Leben auf See und einem eigenen Boot träumt, kommt unvermittelt ein düsterer Kunde in das Haus. Er hat ein Holzbein, nur noch ein Auge und scheint ziemlich besorgt um sein kleines Kästchen zu sein. Sein Name ist Flint und er bittet Jim die Augen offen zuhalten, ob sich eventuell verdächtige Männern in der Nähe des Hotels herumtreiben.
Seine Befürchtungen sollen sich auch alsbald bewahrheiten und das Hotel wird von Vermummten gestürmt. Flint überreicht Jim sein Kästchen und dieser kann sich damit gerade noch rechtzeitig auf dem Dach verstecken. Als die Meute wieder abgezogen ist gleicht das Hotel einem Schlachtfeld. In der Hoffnung in dem Kästchen wenigsten etwas Geld zu finden, mit dem der Schaden behoben werden kann, öffnen Jim und Glan es. Doch was sie darin finden ist noch viel wertvoller, es ist eine Karte zur legendären Schatzinsel.
Zusammen mit dem Baby Baboo, das sich als blinder Passagier an Board schmuggelt, machen sich die beiden auf die Reise, werden allerdings unterwegs von Piraten überfallen, gefangen genommen, der Karte beraubt und an einen Sklavenhändler verkauft. Dort lernen sie Kathy kennen, die Enkelin von Captain Flint, und erfahren von ihr, das Silver, der Pirat der sie verkaufte, einst der Sklave ihres Großvaters war.
Gemeinsam können sie aus dem Verlies des Sklavenhändlers fliehen und beide machen sie sich auf die Jagd nach der Karte und schlittern damit in die aufregendste, aber auch gefährlichste Reise ihres Lebens.

Meinung

Basierend auf dem Roman „Die Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson entstand 1971 unter der Regie von Hiroshi Ikeda und mit Hayao Miyazaki als Ideengeber, Key Animator und Designer an Board, im Auftrag des Studio Toei dieses Piratenabenteuer.
Die Geschichte hält sich dabei nur lose an Stevensons Roman und greift vielmehr nur immer wieder Motive aus diesem auf. So wurden die meisten Charaktere ins Tierreich versetzt, Flint das Aussehen von Long John Silver verpasst und die Figur der Kathy dazu geschrieben. Andere wichtige Figuren des Romans wie Ben Gunn fehlen ganz. Dafür wurden auch einige zentrale Szenen in neuer Form präsentiert, wie Jims verstecken im Apfelfass und das belauschen der fiesen Pläne Silvers.
Leider kann mich diese neue Version nicht wirklich so überzeugen, wie der klassische Roman. An sich sind die Ideen wie das einbringen von Kathy, die eine Romanze in der Geschichte ermöglicht, nicht schlecht, aber die Umsetzung ist nicht wirklich so spannend. Über weite Teile dümpelt der Film eigentlich recht gleichmäßig dahin, ohne großartig Suspense zu entwickeln. Und da es auch keine wirklichen Überraschungen gibt, bleibt die gesamte Geschichte emotional doch recht flach. Noch dazu kommt das alles wirklich sehr kindgerecht angelegt wurde und leider auch der, fast vollständig aus Slapstick bestehende, Humor mich nicht wirklich begeistern kann. Auch hier ist alles etwas zu plump.
Die Zeichnungen und Designs sind größten Teils eher simpel gehalten und, bis auf wenige Szenen, auch kaum prächtig ausgestaltet. Hier hat der ältere Link „Horus - Prince of the Sun“, ebenfalls mit Myazaki im Team, weit mehr zu bieten. Einzig das Charakterdesign von Kathy scheint etwas von der Handschrift Myazakis durchsickern zu lassen, erinnert es doch schon etwas an seine spätere Figur der Link Nausicaa.
Die Animationen sind ebenfalls deutlich in die Jahre gekommen, teils hakelig und generell sehr sparsam produziert. In einigen Szenen geht es soweit das Endlosschleifen in einer Weise gespielt werden das es zu regelrechten Sprüngen kommt. Ein sehr schönes Beispiel gibt es da beim Eintreffen auf der Pirateninsel. Hier sieht man im unteren linken Bild wie sich 2 Piraten immer wieder die Handschütteln, wobei jedes Mal am Ende die Hände wieder in die Ausgangsposition zurück springen.

„Animal Treasure Island“ ist ein sehr Disney ähnlicher Anime, der vergleichbar alten Produktionen aus diesem Hause aber kaum das Wasser reichen kann. Für jüngere ist er vielleicht ganz lustig und genau das richtige. Mir aber war er doch zu simpel gestrickt und (vielleicht spielt hier auch das Buch mit rein) einfach zu unspannend und unkomisch. Die Idee die dahinter steht ist zwar ganz nett, aber wo grade Howl auch für die älteren etwas zu bieten hatte (und die späteren Myazaki Filme sowieso) gibt es bei „Animal Treasure Island“ leider nichts.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

 Info
Originaltitel:Dobutsu takarajima
Lauflänge:ca. 78 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:1971
Regie:Hiroshi Ikeda
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-508.htm