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Boku wa Imouto ni Koi wo Suru
Story

Die beiden Geschwister Yori und Iku Yuuki waren schon als kleine Kinder unzertrennlich.
Besonders Iku hängt sehr an ihrem großen Bruder, doch der benimmt sich in letzter Zeit sonderbar. Sein Verhalten ist oft ungewohnt rau und abweisend. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm.
Yori hingegen sieht seine Schwester schon länger nicht mehr nur als Schwester an. Aus Angst sich diesen Gefühlen und deren Konsequenzen zu stellen, versucht er Iku auf Distanz zu halten, beginnt eine Liaison mit deren Freundin Tomoko und will die Schule wechseln.
Doch gelingt es ihm nicht, die Gefühle für seine Schwester zu unterdrücken und als er ihr eines Tages doch seine Liebe gesteht, steht das Geschwisterpaar vor einem schwierigen Wendepunkt.

Meinung

Die einteilige OVA „Boku wa Imouto ni Koi wo Suru“ (im Folgenden mit BIKS abgekürzt) basiert auf dem gleichnamigen Manga von Kotomi Aoki, der neben dieser OVA unter anderem auch noch einen Realfilm nach sich zog.
Wer dabei jetzt allerdings eine irgendwie tiefer greifende Auseinandersetzung mit dem Tabu-Thema erwartet, der wird sicherlich enttäuscht. BIKS ist eigentlich ein ganz normales Liebesdrama und würde an sich auch genauso gut funktionieren wenn Yori und Iku keine echten Geschwister wären, sondern Stiefgeschwister oder auch einfach nur Sandkastenfreunde. Die Inzestthematik wird zwar hin und wieder als Motivation für die Charaktere manche Sachen zu tun oder nicht zu tun mit eingebracht, ist aber an sich in diesen Szenen völlig austauschbar. Irgendwelche tiefer gehende Beschäftigung mit rechtlichen, gesellschaftlichen oder auch einfach nur biologischen Problemen in Sachen Inzest sucht man in BIKS vergebens.
Im Grunde ist die Inzest-Thematik kaum mehr als der Versuch die 08/15 Liebesgeschichte etwas aufzupeppen und vom restlichen Einheitsbrei abzuheben. In wie fern man damit klar kommt und diesen Umstand und das Inzestthema im Allgemeinen tolerieren kann, sei dabei jedem selbst überlassen.
Als Liebesgeschichte an sich funktioniert BIKS jedenfalls ziemlich gut. Der Handlungsbogen ist dramaturgisch ziemlich gut aufgebaut und für jede Menge Herzschmerz, Zweifel, Tränen und Liebesglück ist gesorgt. Auch die ein Junge - zwei Mädchen Kombination funktioniert, bietet hier allerdings keine allzu platte „die eine tritt für das Glück der andere zurück und ist trotzdem auch glücklich“ Auflösung. In diesem Sinne funktioniert BIKS eigentlich ganz gut und genretypisch.
Nichts zu meckern gibt es auch an denn schönen Hintergrundzeichnungen, die für so eine eher kleine OVA wirklich beachtlich sind. Nicht ganz so gut haben mir hingegen die Chara-Designs gefallen. Sie sind zwar an sich ganz OK, aber die Gesichter sehen manchmal doch etwas komisch aus und wirken mal wieder irgendwie verschoben. (etwas was mir immer wieder mal störend auffällt)
Animationen und Musik gehen auch in Ordnung und letztere tut auch ihren nötigen Teil am Stimmungsaufbau der Geschichte und unterstreicht so manche emotionale Szene sehr gut.

Ja, „Boku wa Imouto ni Koi wo Suru“ ist sicherlich kein Meisterwerk, aber innerhalb seines Genres auch kein Flop. Die Inzest-Thematik wird sicherlich die Gemüter spalten, aber wer darüber hinwegsehen kann, der bekommt ein gut gemachtes Liebesdrama, das ansonsten sicherlich so ziemlich alle Erwartungen, die man in ein solches setzt, erfüllt.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

 Info
Originaltitel:Boku wa Imouto ni Koi wo Suru
Lauflänge:ca. 50 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:2005
Regie:Yukiyo Teramoto
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 8073
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-539.htm