MAIN

REVIEWS

Intern



 Valid HTML 4.01 Transitional

 Valid CSS!

 [Valid RSS]

Cat's Eye
Story

Die drei Diebinnen und Schwestern Hitomi, Ai und Rui sind im ganzen Land unter ihrem Decknamen „Katzenauge“ berühmt berüchtigt.
Immer wieder stehlen sie auf spektakuläre weise berühmte Gemälde, doch das sie dies nur tun um mit deren Hilfe ihren vor 20 Jahren entführten Vater zu finden, das weiß niemand.
Genauso wenig das sie zur Tarnung das Cafe „Katzenauge“ betreiben in der auch der Polizist und ehemalige Schulfreund Hitomis, Toshio Stammgast ist.
Schon lange sind er und Hitomi in einander verliebt, doch will er sie zu ihrem Leidwesen erst heiraten, wenn es ihm endlich gelungen ist Katzenauge hinter Gitter zu bringen.

Meinung

Ach, Katzenauge oh Katzenauge.
Die hierzulande unter dem Titel „Ein Supertrio“ ausgestrahlte und auf einem Manga von Tsukasa Hojo (City Hunter) basierende Trickfilmserie rund um die drei sexy Meisterdiebinnen gehörte früher zu meinen absoluten Lieblingstrickfilmen, schon lang bevor ich überhaupt wusste was ein Anime sein sollte.
Man kann sich also vorstellen, wie groß meine Vorfreude war, als ich diese Realverfilmung aus dem Jahre 97, immerhin 14 Jahre nach der Serie) in die Finger bekam.
Dementsprechend begeistert war ich auch gleich vom Beginn des Films, der doch tatsächlich mit einer Animesequenz startet, unterlegt mit der originalen Titelmusik! (yay)
Na ja, die Katzen sehen etwas verändert aus.
Hinfort sind die bunten Stoffkostüme. Stattdessen gibt’s schwarzes Lack und Leder Outfit. Dafür aber jetzt mit Maskierung. Da hat Toshio ja endlich mal ne Ausrede warum er auch nach dem zigsten Fall immer noch nicht erkennt wer Katzenauge wirklich ist.
Doch zurück zum Film. Der rasante Diebstahl des anvisierten Gemäldes geht nun mit einem gelungen Wechsel in den Realfilm weiter.
Es kommt der übliche, unglaublich raffinierte Trick zum Einsatz um alle Abzulenken und schon sind wir in der abschließenden, wilden Verfolgungsjagd zwischen den drei Katzen und dem armen Toshio, der natürlich am Ende mal wieder den kürzeren ziehen muss und sich schließlich, nach einer gehörigen Standpauke seine Vorgesetzten, bei Hitomi im Cafe trösten darf.
Bis dahin alles wie gewohnt also - oder zumindest fast.
Natürlich muss für den Film alles etwas größer und spektakulärer sein.
So sind die Gadgets der Katzen tüchtig aufgebohrt, wirken fast schon parodistisch und erinnern mich irgendwie an die gute alte Batman Serie mit Adam West. Und auch der gute Toshio muss zur Verfolgung sogar auf ein ausklappbares Polizei Skateboard springen.
So weit, so schwachsinnig, aber zumindest der Spaßfaktor stimmt bis hierhin.

Nun kann man so einen 90minütigen Film aber nicht mit dem selben Handlungsumfang wie eine 25minütige Serienfolge füllen, also muss etwas zusätzlicher Content her um den Zuschauer auch bei der Stange zu halten.
Also wird im weiteren Verlauf noch so einiges aufgefahren, von einer tragischen Liebe für Ai, die jüngste Schwester, über eine mysteriöse chinesische Verbrecherorganisation, bis zur Enthüllung der Wahrheit über den verschwundenen Vater der drei Mädchen. Volles Programm also.
Und natürlich darf auch Toshios ehrgeizige Kollegin Mizuko nicht fehlen, deren Rolle aber einigen Veränderungen unterworfen wurde. So hat sie zwar auch diesmal von Anfang an Hitomi im Verdacht, arbeitet aber diesmal mit den Katzen zusammen statt sie zu bekämpfen.

Leider scheint all das aber irgendwie schon wieder zuviel des guten für die Produktion gewesen zu sein, denn mit fortlaufender Spieldauer wird „Cats Eye“ leider immer wirrer und unsinniger und verheddert sich schlussendlich völlig im Gestrüpp seiner eigenen Handlung, was zu immer auffälligeren Plot- und Logikfehlern führt.
So verschwindet Toshio auf einmal für längere Zeit plötzlich völlig aus der Handlung, um dann im Finale auf wundersame Weise genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort wieder aufzutauchen.
Der größte „so ein Käse“ Moment dürfte allerdings sein, wenn „Hitomi“ mitten im großen Finalraub des Drachenauges plötzlich verschwindet und dies ihren beiden Schwestern mal gar nicht aufzufallen bzw. nicht im Geringsten zu verwundern scheint.
Man da hab ich mir echt an die Stirn geschlagen.
Selbiges dürfte so mancher von euch auch bei den teils unterirdischen Special Effects und unfreiwillig komischen Schauspielleistungen mancher Darsteller tun. Das ist zum Teil schon nicht einmal mehr B sonder C Movie Qualität.

Aber, und jetzt kommt das große ABER, „Cats Eye“ hat mir trotzdem Spaß gemacht. Genau so wie wirklich unterhaltsamer Trash Fans des wirklich unterhaltsamen Trashs eben Spass macht.
Denn „Cats Eye“ hat etwas, was manchmal wichtiger ist als teure Effekte, hochkarätige Schauspieler und eine gut durchdachte Story – es hat Spaß an der Freude.
Die sexy Ninja-Katzen-Outfits mit den dazu gelieferten Perücken, der Baseball im Mund von Munks berühmtem Schrei, die Katzenlaute von sich gebende Technik, das Rattennavigationssystem, das Degenduell, das Posing vor der Turmuhr, der Neko-Ballon, all das ist debil, aber auch köstlich unterhaltend.
Und genau deshalb würde ich „Cats Eye“ am Ende dann doch jedem Fan der Serie empfehlen.
Klar, gefallen wird er nicht allen, aber man sollte es zumindest versuchen.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

Bild 7

Bild 8

Bild 9

 Info
Originaltitel:Kattsu Ai
Land:Japan
Jahr:1997
Regie:Kaizo Hayashi
Medium:DVD (Laser Paradise)
Lauflänge:ca. 91 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 5.jpg 5/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 5690
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-652.htm