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Azusa Will Help!
Story

Japan in einer nicht allzu fernen Zukunft.
Roboter haben sich im Alltag der Menschen inzwischen fest etabliert, und so kommt es das auch im sportlichen Wettkampf immer mehr Mannschaften auf künstliche Unterstützung setzen.
Auch das Baseball Team der Karugamo High School hat sich aufgrund eher bescheidener sportlicher Erfolge und dem Ausstieg eines wichtigen Mannschaftsmitglieds dazu entschlossen einen solchen Sportroboter zu kaufen. Doch leider sieht es finanziell nicht so gut aus bei ihnen und nach einem ausgedehnten Streifzug durch die örtlichen Technikmärkte kommt der vom Team ausgesandte Haruhei statt mit einem Sport- mit einem Haushaltsrobot zurück.
Noch dazu ist Azusa ein inzwischen recht veraltetes Gebrauchtmodell und brilliert auch erstmal mehr beim waschen der Trikots und dem Reinigen des Clubhauses, als auf dem Spielfeld. Doch als die Mannschaft mit ihr in ein vorgezogenes Sommertrainingslager fährt, erlebt sie eine große Überraschung.

Meinung

Das Sport und Animes gut zusammenpassen weiß der geneigte Fan spätestens seit Mila, wie die Schwalben überm Fujiyama, übers Volleyballfeld flog, und durch die Dekaden hinweg haben immer neue Sportarten dank ihrer Animeumsetzungen nicht nur das japanische Publikum für sich begeistern können.
Da wundert es natürlich nicht das, grade in aktuellen Animes, Baseball ein gern und oft verwendet Thema ist, ist dieser Sport in Japan doch immer noch unheimlich populär.
Die 2004er OVA „Azusa Will Help!“ nimmt sich nun gleich komplett eben diesem Thema an und wagt dabei einen Blick auf die Zukunft des Sports ganz allgemein.
Schon heute müssen wir uns ja immer öfter mit dem Problem auseinandersetzen, dass der Sport beginnt den Menschen abzuhängen und man in so mancher Disziplin ohne Doping schon fast gar nicht mehr antreten braucht.
Bei dieser fortschreitenden Überwindung der menschlichen Schranken mit pharmazeutischer Hilfe, scheint es eigentlich nur natürlich wenn demnächst auch die Technik als willkommenes Hilfsmittel zum erreichen neuer Bestleistungen Einzug in die Sportarenen rund um den Globus hält.
Nun ist diese Thematik find ich wirklich interessant und dementsprechend habe ich erstaunt bei Azusa aufgehorcht als sich der Film, von dem ich nicht mehr als eine kurzweilige Maid-Commedy erwartet hatte, begann mit solchen Fragen auseinander zu setzen.
Und nicht nur das, auf einmal ging es auch um die totale Aufopferung für den sportlichen Erfolg.
Wenn Azusa in ihren „Power Mode“ schaltet um damit einerseits besser spielen zu können, andererseits aber auch ihre sowieso schon angeschlagenen Akkus noch schneller zu Grunde zu richten, dann ist das ja schon eine perfekte Metapher für den dopenden Sportler von heute.
Doch bevor jetzt ein falscher Eindruck entsteht, Azusa schafft es nicht zu Ende zu bringen, was es begonnen hat.
Mitten im dramatischen Höhepunkt kippt der Film quasi um und sowohl der mit den Robotern absolut nicht einverstandene Großvater (der immer dafür plädierte das die Leute lieber an sich selbst arbeiten sollten, statt sich auf Hilfsmittel zu verlassen), als auch Azusas Akkuprobleme lösen sich am Ende in Wohlgefallen auf und legitimieren damit eigentlich irgendwie all das, was vorher zur Diskussion gestellt wurde.
Wollte man dem Zuschauer mit dem Happy End einen gefallen tun?
Hat am Ende die Courage gefehlt den mahnenden Weg des Todes durch Überstrapazierung auf dem Spielfeld bis zum Ende zu gehen?
Ich weiß auch nicht. Mich hat das Ende so jedenfalls enttäuscht.
Was schade ist, denn bis dahin fand ich „Azusa Will Help!“ eigentlich wirklich ganz unterhaltsam. Die Comedyelemente sind zwar nicht spektakulär, aber durchweg ganz gut gelungen, die Charaktere sind 08/15, aber sympathisch und man hat einfach eine ganz gute Zeit, zumal auch Zeichnungen und Animationen auf einem, der Produktion angemessenem, solidem Niveau liegen. Sicher, keine High Budget Kino Qualität, aber ausreichend.

So hätte es für „Azusa Will Help!“ eigentlich auch eine solide 7 von 10 werden können, aber das für meinen Geschmack zu inkonsequente Ende versalzt mir dann doch die Suppe und so ist eine 6 von 10 eher Schuld und Tat angemessen.
Review abgeschlossen. Sie können wegtreten.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

 Info
Originaltitel:Azusa, Otetsudai Shimasu!
Lauflänge:ca. 45 Minuten
Jahr:2004
Regie:Hajime Kamegaki
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 5001
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-656.htm