MAIN

REVIEWS

Intern



 Valid HTML 4.01 Transitional

 Valid CSS!

 [Valid RSS]

Abashiri Family
Story

In einer nicht all zu entfernten Zukunft erschüttern heftige politische Unruhen die Welt.
In diesem allgemeinen Chaos hat es eine Familie aus Kriminellen zu weltweitem Ruhm gebracht, die Abashiris.
Doch am 16ten Geburtstag seiner Tochter Kikunosuke entscheidet Vater Daemon das endlich Frieden und Ruhe in die Familie einkehren müsste und er den Familienvorsitz abgeben möchte. Um Kikunosuke dabei zu helfen zu einem wohlerzogenen Mädchen zu werden schickt Daemon sie auf die angesehene Paradise Privatschule zu schicken, doch kaum angekommen stellt sich heraus das hier ein tödlicher Kampf zwischen Lehrern und Schülern tobt in dem sich auch Kikunosuke bald ihres Lebens erwehren muss.

Meinung

Die 4teilige OVA „Abashiri Family“ basiert auf dem gleichnamigen Manga von Go Nagai und wer sich in der Geschichte des Manga ein bisschen auskennt dem wird allein dadurch schon klar worauf er sich hier so ungefähr einstellen kann.
Mit Werken wie „Harenchi Gakuen“, „Devilman“ oder „Violence Jack“ sprengte Go Nagai immer wieder den Rahmen in Sachen Sex und Gewalt im Mainstream Manga und zog des öfteren den Zorn besorgter Eltern und Behörden auf sich. Andererseits schuf er mit „Mazinger Z“ und „Cutey Honey“ aber auch bis heute sehr beliebte Genreklassiker.

Die „Abashiri Family“ gehört allerdings klar ins erster der beiden Lager und bietet dementsprechend von blutiger Gewalt über Sex und derben Humor bis zu allen möglichen sonstigen Geschmacklosigkeiten alles was man von Go Nagai so kennt und eventuell liebt.
Ich für meinen Teil bin allerdings kein wirklicher Fan der dunklen Seite dieses umtriebigen Künstlers und auch diese Animeversion unter Regie von Takashi Watanabe (Link Sanctuary) kann mich da nicht eines besseren belehren.
Die Story ist gewohnheitsmäßig düster aber flach und lässt mit viel gutem Willen vielleicht tatsächlich so etwas ähnliches wie die, bei Go Nagai oft beschworenen, sozialkritischen Ansätze zumindest erahnen. Also mit viel Fantasie zumindest.
Im Großen und Ganzen ist sie aber doch nichts weiter als Mittel zum Zweck um daran all die überspitzt gewalttätigen Kampfszenen, die kleinen Perversitäten und den Humor, der irgendwo zwischen mittelmäßig schwarz und völlig platten Zoten liegt, aufzuhängen.

Nun könnte das trotzdem noch auf seine eigene, seltsame Art eine durchaus unterhaltende anarchistische kleine Geschmacklosigkeit sein, wenn es nicht auch optisch eher dreckig und düster aussehen würde.
Die Animationen sind sicherlich nicht gerade ein Hinkucker und höchsten mittelmäßig, wirklich stören tun mich allerdings vor allem die Zeichnungen und Designs die von nicht gerade ästhetisch bis hin zu regelrecht hässlich reichen.
Das entspricht nun zwar, vor allem was die Designs angeht, durchaus Go Nagais Stil, gefällt mir aber einfach überhaupt nicht und wurde wie ich finde in diesem Fall auch besonders unansehnlich umgesetzt. Zieh ich als Vergleich zum Beispiel diverse Link Devilman Teile heran, so sehen diese meist um einiges besser aus.

Im Endeffekt konnte ich dementsprechend nicht wirklich etwas mit der „Abashiri Family“ anfangen und fühle mich nur einmal mehr darin bestätigt dass ich lieber bei Go Nagais positiveren Werken (sowohl Manga als auch deren Animeumsetzungen) bleibe.
Wer aber Fan von Nagais düsteren Werken ist, dem könnte auch diese OVA durchaus gefallen. Für mich war sie aber nichts.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

 Info
Originaltitel:Abashiri ikka
Lauflänge:ca. 14-22 Minuten pro Episode
Episoden:4
Jahr:1992
Regie:Takashi Watanabe
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 4.jpg 4/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 4.jpg 4/10

 Gesamt:

  4/10

Aufrufe: 5016
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-697.htm