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The strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine
Story

In einem Bus fallen dem Rumtreiber Hiroshi die schlafende Haruka und deren Sohn auf.
Um Kontakt zu ihnen zu bekommen wirft er eine Schachtel voll Grillen, die der Sohn trägt, herunter und hilft anschließend beim wieder einfangen der Tierchen.
Schließlich landet er bei Haruka zuhause, treibt es wild mit ihr und wohnt fortan mit bei der Familie.
Doch ziemlich schnell verfällt auch Hiroshi dem Grillen-Sumo, das Harukas Sohn und die Nachbarn betreiben und das nicht nur Harukas Ex-Mann ruinierte, sondern ihr auch Schulden beim Grillen-Paten Anzai bescherte, der auch über das Geld hinaus an Haruka interessiert ist.

Meinung

Anfang der 60er Jahre entstand in Japan das Subgenre des "Pink Eiga" Films, jeweils ca. 60 Minuten lange Erotikfilme gedreht für spezielle Erwachsenenkinos am ehesten zu vergleichen vielleicht klassischen Softpornos wie der "Emanuelle" Reihe. Allerdings erfuhren die Pink Eigas eine weit größere Anerkennung bei den Kinogängern und manche Quellen sprechen sogar davon, dass sie zeitweise die Hälfte aller neuen Kinofilme ausmachten.
Aber nicht nur in der schieren Anzahl, sondern auch in ihrer Qualität waren sie den meisten westlichen Erotikproduktionen teils weit überlegen und so fanden sich unter ihnen nicht nur schnell und billig abgedrehte "Fickfilmchen" sondern teilweise echte Filmperlen mit dem künstlerischen Anspruch von Avantgarde und Arthouse.
Mit dem Aufkommen der Heimvideos und den dazugehörigen Direct-2-Video Pornoproduktionen ging das Genre der Pink Eigas dann in den 80ziger Jahren langsam zu Grunde. In den Harcore Produktionen auf Video (LD, DVD, etc.) konnte man Sachen zeigen die im Pink Eiga, bei denen der Sex nur gespielt war) einfach nicht möglich waren (detailierte, echte Sexaufnahme) und das Publikum wanderte langsam aber sicher in die sicheren heimischen vier Wände ab.
Doch inzwischen hat sich das vergessene Genre rund um die Pink-Filme wieder etwas belebt und nachstrebende junge Regisseure haben damit begonnen neue, freiere und kreativere Pink Eigas zu drehen, die sich aber trotzdem noch an die groben Richtlinien halten.
Einer von ihnen ist Yûji Tajiri und sein 2005er "The strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine" gehört zu den interessantesten und besten neuen Vertretern dieses klassischen japanischen Genres.
Immer noch gut 60 Minuten Lang und mit ausreichend Sexszenen gewürzt, nimmt sich der Film allerdings selbst nicht so recht ernst und setzt gezielt auf ein lockeres und freizügiges Ambiente in dem die Darsteller unbekümmert und ungehemmt ihren Drang nach körperlicher Liebe frönen. So nimmt Haruka den Nichtsnutz Hiroshi direkt mit nach Hause und hat auch sonst wenig Probleme sich nackt zu präsentieren und auch Hiroshi ist kein Kind von Traurigkeit und nimmt packt jede Gelegenheit (bzw. Dame) beim Schopf die sich ihm bietet.
Die eigentliche Geschichte ist dabei relativ dünn und reichlich absurd und erzählt eigentlich auch so gut wie gar nichts. Die 65 Minuten Lauflänge werden halt für wichtigeres gebraucht.
Wenn man will kann man das ganze Theater um das Grillen-Sumo und besonders Hiroshis Tod und Wiederauferstehung als Allegorie auf irgendwas verstehen, aber warum eigentlich? Ich glaube nicht das der film sich wirklich um tiefer gehende Inhalte schert. Hier geht es mehr um den Spaß an der Sache und die heißt in diesem Fall wilder Sex.
Und wild ist der in der Tat.
Da muss Hiroshi sich schon mal ein bisschen mit einer Gurke bearbeiten lassen und generell wird’s getrieben das nicht nur die Wände wackeln. Seinem Anspruch als Erotik wird der Film dabei nur noch teilweise (z. B. die Szene unter der Decke) gerecht und macht manchmal schon eher den Anschein einer Parodie (besagter Wände-Wackel-Sex). Bei letzteren Szenen kommt dann eben vor allem beim Zuschauer entsprechend wenig sinnliche Stimmung auf, sondern man ist mehr damit bemüht sich ein allzu verschmitztes Grinsen zu verkneifen. Obwohl, warum eigentlich?
Gerade deswegen macht der Film ja Spaß.
Natürlich besteht ein großer Teil des Vergnügens auch aus Rinako Hirasawa, der weiblichen Hauptrolle, und deren umwerfenden Aussehen das sie hier schön unverhüllt präsentieren darf. Sieht man sich allerdings einmal an in was für Hardcore Produktionen sie sonst zum Teil so mitgewirkt hat und die hiesige Jugendschützern und Strafverfolgungsbehörden kreidebleich vor Entsetzen werde lassen dürften, dann ist Pink Eiga für sie auf alle Fälle eine klare Verbesserung. Wobei es mir auch etwas unverständlich ist das so eine Schönheit wie sie in teilweise so extremen Filmen mitspielen konnte/musste? Aber genug des unerfreulichen.

"The strange Saga of Hiroshi the Freeloading Sex Machine" ist sicher kein Film für jeden. Viele warden sich freilich am billigen Rumgeficke stören und wer generell Sexfilme verabscheut (also die meisten Frauen und sonstige Emma-Leser (Vorsicht! Sexismus!!!)) wird hier auf gar keinen Fall bekehrt.
Ich fand den Film aber überraschend unterhaltend, sowohl als irgendwie sehr freie, anarchische und tabulose Belustigung, als auch als "Fleischbeschau" der geilen Rinako Hirasawa. *sabber* (übrigens im Pink(!) Panther Shirt! *g*)
Für alle übergewichtigen, pickeligen und sozialgehemmten Japan-Otakunerds in ihren dunklen Kellerlöchern vor ihren vergilbten Computern mit den großen Tempospendern in Griffweite auf jeden Fall ein Pflichtkauf! (Vorsicht! Vorurteile!!!)

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Himo no Hiroshi
Land:Japan
Jahr:2005
Regie:Yûji Tajiri
Medium:DVD (Rapid Eye Movies)
Lauflänge:ca. 65 Minuten
Freigabe:FSK keine Jugendfreigabe
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 6.jpg 6/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-707.htm