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Das Königreich der Katzen
Story

Haru ist ein typischer Teenager, mit all den Sorgen und Nöten einer ganz normalen 17järigen.
Früh kommt sie schwer aus dem Bett, in der Schule ist eher unauffällig und ihr gut aussehender Schwarm hat bereits eine, und noch dazu sehr hübsche, Freundin.
Doch da rettet sie eines Tages eine seltsame Katze vor einem heranbrausenden LKW und als diese sich daraufhin plötzlich aufrichtet, sich bei Haru bedankt und noch am gleichen Abend sogar der Katzenkönig persönlich bei ihr daheim vorbeikommt und ihr seinen Dank auszusprechen, da verwandelt sich Harus eher unspektakuläres Leben plötzlich in ein rasantes Abenteuer.

Meinung

Sieben Jahre nachdem sich, der inzwischen leider tragisch verstorbene, Yoshifumi Kondô unter Protegierung von Altmeister Miyazaki an seinem ersten und einzigen eigenen Film Link „Stimme des Herzens“ versuchte, griff 2002 ein weiterer langjähriger Ghibli Mitarbeiter einige weiteren Manga von Aoi Hiiragi auf und macht daraus seinen eigenen ersten Film.
Aoi Hiiragi (und damit auch Regisseur Hiroyuki Morita) bedient sich allerdings nur einiger weniger Figuren aus dem „Vorgänger“ und ein bisschen der Hintergrundgeschichte der Statur des Barons und erzählt ansonsten eine komplett neue Geschichte in der es allerdings auch wieder um die Sorgen und Nöte eines jungen Mädchens geht.
Wie so viele Teenager leidet auch sie unter dem Gefühl hinter anderen zurückzustehen, selbst nichts Besonderes zu sein oder zu können und deshalb im Vergleich immer den Kürzeren zu ziehen. Kein Wunder also wenn ihr heimlicher Schwarm lieber mit einem viel hübscheren Mädchen zusammen ist.
Was dieser Ausgangssituation folgt, ist nun also die, in ein fantastisches Abenteuer gepackte, Suche nach ihr selbst und die Überwindung ihrer Selbstzweifel und Aufbau von Selbstvertrauen und mit sich selbst ins Reine kommen.
Das hätte man freilich auch in einer ganz normalen, „realsitischen“ Geschichte erzählen können, aber dank der Märchenelemente wird der Film sicherlich auch für jüngere Zuschauer interessant, die mit einem herkömmlichen Drama z. B. eher wenig anfangen könnten.
Wobei ich mich ein bisschen Frage an wen sich der Film dann genau wenden will, denn für 17jährige Mädchen (so wie die Hauptfigur) sind die fantastischen Elemente vielleicht schon wieder zu kindisch, ist man in dieser Phase doch gerade darum bemüht alles kindliche zu vermeiden und Erwachsen zu wirken. Also zumindest bei uns, aber vielleicht ist das in Japan mit seiner extrem auf die Jugend ausgerichteten Kultur vielleicht auch gar kein Problem.
Kommen wir aber zurück zur Geschichte an sich.
Mit nicht einmal 75 Minuten ist der Film für ein Ghibliwerk nicht sonderlich lang und die Geschichte wird dementsprechend auch ziemlich geradeheraus und ohne große Schnörkel erzählt.
Mir persönlich ist sie fast etwas zu linear und ohne größere Wendungen, was sie etwa sehr leicht durchschaubar und somit weniger Spannend macht. Ganz allgemein hat sich mich, von einigen wirklich süßen Passagen wie der Rückblende zu dem kleinen Kätzchen, nicht so beeindruckt wie ich es sonst von den immer verwöhnenden Ghiblifilmen gewohnt bin.

Das soll aber nicht heißen „Das Königreich der Katzen“ wäre kein guter und unterhaltsamer Film.
Gemessen an der breiten Masse von ständig erscheinenden Animes ist es immer noch ein herausragendes Werk und natürlich profitiert es auch vom vor allem bei der Optik und dem Sound vom sehr hohen Ghibli Know-How.
Zeichnungen und Designs sind gewohnt edel und aufwendig und haben auch hier oftmals den klassischen Charme alter europäischer Städte mit z.B. Fachwerkhäusern. Und auch die Animationen sind durchweg von hoher Qualität, genau wie der klassische Orchester-Filmscore.

So kann ich „Das Königreich der Katzen“ auch trotzdem guten Gewissens als leichten Unterhaltungsfilm im gewohnt aufwendigen Ghibligewand empfehlen, auch wenn er mir von all den vielen Produktionen dieses renommierten Studios als eine der eher schwächeren erscheint.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Neko no ongaeshi
Lauflänge:ca. 72 Minuten
Freigabe:FSK ab 6 Jahren
Jahr:2002
Regie:Hiroyuki Morita
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 6385
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-719.htm