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Die 36 Kammern der Shaolin
Story

Wären der Zeit der Qing-Dynastie schließt sich der junge Han-Chinese Liu seinem Lehrer an und tritt dem Widerstand gegen die Mandschuren Regierung bei.
Doch schnell wird die Gruppe zerschlagen und nicht nur die Mitglieder, sondern auch deren Angehörige werden hart bestraft. Nur Liu gelingt es zu entkommen und in den berühmten Shaolin Tempel zu fliehen. Hier will er das berühmte Kung-Fu der Mönche erlernen, um damit seine Familie zu rächen und es an das einfache Volk weiterzugeben, damit es sich gegen die Unterdrücker zur Wehr setzen kann.
Doch die Ausbildung ist hart und führt ihn durch die 35 Kammern der Shaolin, von der jede einem anderen Aspekt der Kampfkunst verschrieben und nur mit härtestem Training zu meistern ist.

Meinung

Mit „Die 36 Kammern der Shaolin“ lieferte Regisseur Liu Chia Liang einen der absoluten Klassiker des HK-Kung-Fu-Filmes und einen der letzten großen Hits der, zu dieser Zeit schon angeschlagenen, Shaw Brothers, dem wohl bis heute berühmtesten Produktionsstudios Hongkongs.
In einer Zeit als ein Newcomer namens Bruce Lee (unter Vertrag beim größten Shaw Kontrahenten Golden Harvest, nach dem die Shaws ihm nur einen Standartvertrag anbieten wollten) bereits längst dabei war das Genre des Kung-Fu Films nachhaltig zu verändern, bieten die 36 Kammern noch einmal Kung-Fu Unterhaltung in ihrer klassischen Form.
Spielend vor dem historischen Hintergrund der Unterdrückung der Han durch die Mandschuren flüchtet der junge Schüler Liu zu den Shaolin und erlernt dort das Kung-Fu das ihn befähigt sich an den Mördern seiner Eltern zu rächen.
Das erlernen von Kung-Fu als Mittel der gerechten Rache, dass ist so ziemlich der Standartplot von gefühlten 99% aller Kung-Fu Filme. Leider.
Doch wen kümmert das eigentlich, bei derartigen Filmen geht es auch nicht wirklich um die Geschichte, es geht ums Kung-Fu, und auf diesem Gebiet hat man sich hier wirklich nichts vorzuwerfen.
Mit seinem Prinzip der 35 Kammern, in denen wir Liu all die Stufen bis hin zum Meister des Kung-Fu durchlaufen sehen ist der perfekte Aufhänger um den Zuschauer an den Prinzipien, der Eleganz und der Schönheit dieser Kampfkunst teilnehmen zu lassen. Der kleine schwache Hanswurst, der nichts zu essen bekommt und sich maßlos überschätzt wird durch harte aber milde Führung der gütigen Meister zum körperlich und geistig gereiften Kämpfer gegen das Böse. So etwas baut auf, so etwas macht Spaß, mit so etwas identifiziert man sich gern, egal ob nun historisch chinesisch oder futuristisch mit einem Lichtschwert und einem grünen Gnom als Meister. Es ist das Prinzip das uns tief in unserer eigenen, nach stärke und geistiger Erleuchtung sehnenden Seele krault bis wir zufrieden vor der Mattscheibe schnurren.
So folgen wir also Liu auf seinem Pfad, erleben seine Erfolge, jubeln innerlich wenn er ein weiteres Prinzip der Kampfkunst verstanden hat und schmunzeln über seine, durchaus witzig in Szene gesetzten, anfänglichen Schwächen.
Sogar ein kleiner ehrfürchtiger Schauer darf einem ruhig mal durch die Glieder fahren, wenn unser Held nach vielen fehlgeschlagen Anläufen gegen die zwei Schwerter des Meisters beim harten Training im Bambuswald die Erleuchtung in der Wahl der richtigen Waffe ereilt.
Pure Martial Arts Magic!

Klar werden beim genaueren hinsehen so manch inszenatorische Schwächen offensichtlich, wie sie dem HK-Kino dieser Zeit, den oftmals lieblos im Fließbandstil arbeitenden Crews und den überschaubaren Budgets, eben eigen waren. Und auch an so manch einem der Darsteller ist zwar ein guter Kampfkünstler, aber keinesfalls ein guter Schauspieler verloren gegangen.
Aber hey, so etwas hat bei diesen Filmen noch nie gezählt. So etwas wurde erst wichtig als das Kung-Fu Kino seine Wiederauferstehung (Link Tiger and Dragon, Link Hero) feierte.
Für die alten HK-Klopper zählt nur eines, gutes Kung-Fu in einem Film der durchweg unterhalten kann und hier punktet „Die 36 Kammern der Shaolin“ in allen Bereichen.

Screenshots

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Bild 8

 Info
Originaltitel:Shao Lin san shi liu fang
Land:Hongkong
Jahr:1978
Regie:Liu Chia Liang
Medium:DVD (MIB)
Lauflänge:ca. 111 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-769.htm