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Bis in den Himmel
Story

Eines nachts stößt der 17jährige Takuya auf den Straßen Tokyos mit dem völlig überarbeiteten und übermüdeten Familienvater Kazuhiro zusammen, ein schrecklicher Unfall den beide nur schwer verletzt überstehen.
Im Koma liegend werden sie ins Krankenhaus eingeliefert und als Kazuhiro nach einigen Wochen daraus wieder erwacht, muss er mit Schrecken feststellen das er sich nicht mehr in seinem eigenen Körper befindet. Er ist jetzt Takuya.
Völlig verwirrt versucht er die Situation zu begreifen und erfährt das er eigentlich im selben Moment verstorben ist in dem Takuya wieder zu sich kam, nur ist sein Geist noch da, nur im falschen Körper.

Meinung

„Bis in den Himmel“ springt Takuya mit seinem Motocross Bike und bis in den Himmel steigt Kazuhiros Seele empor, bevor sein unbändiger Drang nach Leben und seiner Familie sie unvermittelt auf die Erde und in den falschen Körper zurückkehren lässt.
Von diesem Moment an erzählt uns Jiro Taniguchi die Geschichte von einem Mann der eine allerletzte Chance erhält mit seiner Familie ins Reine zu kommen und schnell noch einiges zu regeln und zu erklären, das er nun eigentlich nicht mehr könnte. Doch ist es schwer sich gehör zu verschaffen wenn man im falschen Körper steckt und einem niemand glauben will.
Doch Kazuhiro bekommt nicht nur die Chance seine Familie ein letztes mal zu sehen, er bekommt auch die Gelegenheit seinem jungen Wirt zu helfen, dessen Leben kennenzulernen und damit aber auch die Schwierigkeiten sich als Fremder in eben jenem zu bewegen. Wie soll er der Familie des 17jährigen gegenübertreten, wie seiner Freundin? Wo er doch Schuld an dem schrecklichen Unfall ist.
Wie soll er seiner Frau begreiflichen machen was mit ihm geschehen ist? Wie sie dazu bringen ihm zu glauben und sich anzuhören was er zu sagen hat?
Und wie viel Zeit bleibt ihm noch? Hat er den jungen Körper für immer übernommen, oder wird der Geist Takuyas zurückkehren und ihn wieder verdrängen?
Viele Probleme die sich gleichzeitig mit dieser letzten Chance auftun und wie Taniguchi seine Geschichte von eben jener letzten Chance erzählt, ist einfach meisterhaft. So gefühlvoll, mitfühlend, einfühlend, fühlen, Gefühl, all die Beschreibungen die einem dazu einfallen drehen sich um den selben Wortstamm, aber man kann es wirklich kaum anders auf den Punkt bringen. Auf seine ruhige, unaufdringliche und selbst in den traurigsten Szenen immer noch irgendwie positive Weise schafft Taniguchi es einfach auch bedrückende Geschichten tief unter der Oberfläche immer als Beispiel dafür stehen zu lassen das das Leben eigentlich etwas wunderbares ist. Und all das packt er in Geschichten die nicht etwas zäh oder kitschig daherkommen, sonder die einem wirklich nahe gehen, ohne auf dümmliches Schmalz zu setzen und die trotz allem spannend sind und einen fesseln und die Seiten nur so dahinfliegen lassen.
Seinen Teil trägt natürlich auch der hervorragende Zeichenstil dazu bei, der vielleicht nicht der aufwendigste oder herausragendste der Mangageschichte ist, der aber eine enorme visuelle Kraft besitzt (besonders was z. B. die Gesichter angeht), großen Wert auf wichtige kleine Details legt und in seinem filmischen Stil (Über mehre Panels stattfindende Szenen) einen tollen Lesefluss erschafft.

Nach Link Die Sicht der Dinge ist „Bis in den Himmel“ so mein bisheriges Lieblingswerk von Taniguchi und das Zweite mit der er sich die Höchstwertung mehr als verdient hat.

Cover

Bild 1

 Info
Verlag:shodoku
Zeichnung & Story:Jiro Taniguchi
Jahr:2005

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Story:

 10.jpg 10/10

 Gesamt:

  10/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-799.htm