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Galaxy Express 999
Story

Die Erde in ferner Zukunft.
Die Menschheit hat sich inzwischen nicht nur das Weltall, genauer gesagt verschiedene Planeten, erschlossen, welche durch eine galaktischen Eisenbahn miteinander verbunden sind, sondern auch dank der Übertragung des Geistes in Maschinenkörper faktisch Unsterblichkeit erlangt.
Beides ist allerdings ein Privileg für die Reichen, weil mit immensen Kosten verbunden.
Der junge Tetsuro wünscht sich indes nicht sehnlicher als mit dem "Galaxy Express" nach Andromeda zu reisen, wo jeder kostenlos einen Maschinenkörper erhalten kann, um mit dessen Hilfe den Tod seiner Mutter zu rächen, die von einem mächtigen Maschinenmenschen bei einer seiner Menschenjagden ermordet wurde. Sein Versuch sich ein Ticket zu stehlen geht allerdings gründlich schief und zu dem fällt er auch noch fast in die Hände der Gesetzeshüter, kann aber im letzten Moment von der mysteriösen Maetel gerettet und Sicherheit gebracht werden.
Diese bietet ihm an mit ihr im "Galaxy Express" zu reisen, wenn er dafür ihre Reisebegleitung spielt und sie beschützt, worauf Tetsuro natürlich sofort anspringt und sich mit der schönen Frau auf die lange Reise macht um seine Mutter zu rächen.

Meinung

Ende der 70er Jahre, zu Hochzeiten des großen Sci-Fi Booms im Animegenre, stand Leiji Matsumoto als besondere Galionsfigur im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und schuf mit seinen ausgedehnten Space Operas von "Space Battleship Yamato" über "Captain Harlock" bis Link Königin der 1000 Jahre absolute Klassiker des Genres, die bis heute zu den bedeutendsten Produktionen dieser Zeit zählen und sich einer treuen Fangemeinde erfreuen können.
Auch die Geschichte des "Galaxy Express 999" begann ihren Weg als Manga über eine umfangreiche TV Serie bis schließlich hin zu mehreren Kinofilmen, womit sie die klassische Bahn eines Matsumoto-Werkes durchlaufen hat. Der erste Kinofilm "Galaxy Express 999" entstand dabei schon während die TV Serie noch produziert wurde und erzählt daher folglich zwar in groben Zügen die selbe Geschichte wie diese, weicht aber besonders zum Ende hin sehr stark von der Serie, deren Ende damals ja auch noch nicht fertig war, ab und da in einem Spielfilm von gut zwei Stunden natürlich auch viel weniger Zeit zur Verfügung steht als in einer Serie mit über 100 Folgen, wurde Tetsuros Reise gehörig verkürzt, viele Stationen, Begegnungen und Nebenhandlungen komplett fallen gelassen und der Rest derartig umgestellt das im Grunde nur noch die Personen in beiden Versionen übereinstimmen und man den Film damit am besten ganz unabhängig von der Serie betrachtet.
Leider bleibt trotz der Eindampfung der Reise des Galaxy Expresses auf lediglich vier Stationen am Ende immer noch zu wenig Zeit übrig um selbst die wirklich angemessen erzählen zu können, so das der Film zwischen Auftakt (dem Kennenlernen von Tetsuro und Maetel) und dem Finale (Kampf gegen Count Mecha und Schlacht auf dem Maschienenplaneten) einen ziemlich gehetzten Eindruck macht, da die Figuren schon mit Ankunft auf einem Planeten direkt mitten in eine Geschichte geworfen werden, der praktisch jedwede Warm-Up Zeit fehlt und die darüber hinaus wohl locker Stoff für gut und gerne eine Stunde Film böten, aber in 10 - 20 Minuten abgehandelt werden. Zudem wirkt auch die Zusammenstellung der einzelnen Abenteuer etwas lieblos aneinander gewürfelt, hat man es sich doch nicht nehmen lassen den Fans zu liebe all die geliebten Figuren aus dem Manga/der Serie mit ein zu bauen und muss nun im Vorfeld schnell die Basis schaffen das Heroen wie Captain Harlock und Queen Emeraldas ihren würdigen Auftritt im Finale bekommen. Beim Zwang all diese Figuren halbwegs sinnvoll mit in die Handlung einfließen zu lassen ist es natürlich verständlich das für andere Sachen entsprechend weniger Zeit in den ~128 Minuten Spielzeit übrig blieb.
Aber trotz all diesen eher negativen Punkten muss ich trotzdem fairer weise sagen das "Galaxy Express 999" als Filmversion (im Gegensatz zu z. B. der von Link Königin der 1000 Jahre) eigentlich ganz gut funktioniert und auch wenn der Film hier und da etwas zu unausgereift und zu gestückelt erscheint, ist die Geschichte am Ende trotzdem spannend, einige Szenen wirklich großartig gelungen und der Film als Gesamtpaket durchaus unterhaltend und mit gelungenen dramatischen Momenten versehen, die den Fan ordentlich anrühren dürften.
Dazu kommt eine durchweg gelungene Präsentation des Geschehens mit, für die damalige Zeit, guten Zeichnungen und vor allem Animationen, die nach heutigen Sehgewohnheiten natürlich ziemlich altbacken wirken (besonders die Charakter Designs), aber zu Recht Kultstatus haben und im Falle der Animationen mit sichtbarem Aufwand produziert wurden.
Heute ist freilich mit viel weniger einiges mehr drin, aber hey, am Ende kommt darauf an das der Film als Gesamtwerk einfach gut ist.

Und das kann man von "Galaxy Express 999", trotz sichtbarer Schwächen, am Ende durchaus behaupten. Sicher kann sich die Filmversion nicht unbedingt mit der Serie messen, aber sie ist zumindest kein Reinfall und funktioniert auch eigenständig halbwegs stimmig, was bei derartigen Projekten ja nicht unbedingt selbstverständlich ist. Also durchaus eine Empfehlung für alle Nostalgiker und Sci-Fi Fans die hier einen echten Animeklassiker aus einer der wichtigsten Epochen der Animegeschichte geboten bekommen.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Ginga tetsudô 999
Lauflänge:ca. 128 Minuten
Jahr:1979
Regie:Rintarô
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-803.htm