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Comic Party
Story

Kazuki hat eigentlich ein recht entspanntes Leben, mit seinen Freunden Mizuki, die er schon seit Kindertagen kennt, und Taishi ist er im Abschlussjahr der High-School und brauch sich dank einer Partnerschaft seiner Schule mit einem namenhaften College keine Sorgen über Aufnahmeprüfungen zu machen.
Doch Kazukis ruhiges Leben findet ein jähes Ende als ihm Taishi eines Tages zur ComiPa, einer großen Dojin-Messe, schleift und ihm auch gleich noch eröffnet das er sein zeichnerisches Talent fortan dafür nutzen wird Dojins zu zeichnen, die sie dann gemeinsam unter dem Namen „Brother 2“ verkaufen werden.
Während sich Kazuki recht schnell in seine neue Rolle findet, neue Leute kennen lernt und schon bald mit vollem Herzen dabei ist, kann sich Mizuki hingegen überhaupt nicht mit der neuen Leidenschaft ihres Freundes anfreunden. Nicht nur das sie Dojin im allgemeinen eher für ein etwas anrüchiges Hobby hält, nein Kazuki ist plötzlich auch von jeder Menge schönen Frauen umgeben mit denen er sich prima zu verstehen scheint und hat bald immer weniger Zeit für sie.

Meinung

„Comic Party“ hat bereits einen weiten Weg hinter sich gebracht, angefangen bei einem typischen japanischen H-Game, über weitere Videospielveröffentlichungen ohne erotische Inhalte zu diversen Manga- und Animeadaptionen.
Um einer der letzteren handelt es sich denn auch bei dieser 13teiligen TV-Serie (+ 4 kurze Specials) aus dem Jahre 2001, die sich, im Gegensatz zum Link Manga und den darauf beruhenden späteren OVA/TV-Serie, in der Geschichte eher an den Videospielen orientiert.
Mir, der ich nun einmal zu erst mit dem Manga von Sekihiko Inui in Berührung gekommen bin, sind die Unterschiede dabei leider doch eher durchweg negativ aufgefallen, gerade die Ausgangssituation bietet in ihrer zweiten Version (wie im Manga) einen besseren Einstieg in die Geschichte. Ein gescheitertes Zeichentalent das nicht auf die Kunstschule darf und sich deswegen beginnt im Genre Comic auszuleben hat doch weit größere Sympathiewerte als ein eher gelangweilter Schüler der eigentlich einfach nur so damit anfängt weil sich eben die Gelegenheit bietet.
Darüber hinaus sind sich aber beide Versionen in ihren Elementen sehr ähnlich. Die weitere Geschichte dreht sich nun um die beiden großen Themen „Kazukis bemühen ein guter Mangaka zu werden“ (inklusive Rückschläge, Irrungen, etc.) und die Beziehung zwischen Kazuki und Mizuki, die sich natürlich beide lieben, wo aber keiner der beiden den Mut findet das auch mal auszusprechen.
Da sich die Geschichte dabei eher an die männliche Leserschaft richtet (vergessen wir nicht die Wurzeln des ganzen im Hentai) ist es freilich auch Mizuki die hier fürs zusätzliche Drama ein paar hübsche potentielle Konkurrentinnen zur Seite gestellt bekommt, von denen aber im Ende keine eine wirkliche Gefahr darstellt, was für den Zuschauer auch von vornherein ersichtlich ist.
Womit wir auch schon bei dem größten Problem der Serie währen, sie ist ganz unverblümt gesagt einfach nicht wirklich interessant.
Was im Manga eigentlich ganz gut geklappt hat, die vielen Gags (oftmals auch Parodien auf anderen Mangas/Animes bzw. die Otaku-Kultur) wollen meist nicht so recht zünden, der innere Kampf Kazukis zwischen Künstlertum und angestrebten kommerziellen Erfolg wirkt meist wenig authentisch und auch die Beziehungskiste zwischen den beiden Freunden aus Kindertagen kann mit nichts wirklich überraschen oder begeistern, sondern plätschert so vor sich hin und, von der ersten Sekunde an durchschaubar wie eine gut geputzte Schaufensterscheibe.
Ganz im Gegenteil, verglichen mit dem Manga beginnen manche Elemente bereits nach kurzer Zeit ungeheuer zu nerven. Schlimmstes Beispiel dafür wäre wohl die gesamte Figur des Taishi mit seinen immer wieder kehrenden heroischen Ansprachen, die spätestens ab dem zweiten mal nicht mehr im geringsten witzig sind, sondern einfach nur noch ermüdend.
Lichtblicke bleiben da nur noch die recht gelungenen Kämpfe zwischen den beiden Zeichnerinnen Yuu und Eimi und die tollpatschige aber irgendwie liebeswerte Figur der Chisa, die alle Möglichen Sachen mit Mr. Bezeichnet (Mr. Drucker, Mr. Papier) und an fast jeden Satz –desu anhängt. Das sind freilich auch keine weltbewegenden Neuerungen, ähnliches kann man in dutzenden Comedy-Serien wiederfinden, aber sie funktionieren wenigstens ganz passabel und sorgen dafür das „Comic Party“ in dieser Version zumindest halbwegs unterhaltend bleibt.

Ebenfalls ganz ansehnlich sind die Designs, für die so ziemlich das gleiche gilt wie für die gelungenen Gag-Elemente der Serie: Zwar nicht originell, aber zumindest ganz gut umgesetzt.
Was allerdings die bewegte Seite dieser Medaille angeht so hat man lieber etwas auf Sparflamme gedreht und in so mancher Szene muss der Zuschauer statt mit Animation lieber mit Standbild vorlieb nehmen. Hauptsache Sound drüber gelegt und die kurz übers Bild geschwenkt, fällt eigentlich auch nicht wirklich auf, ist halt TV-Serien Standard.

So weiß ich am Ende auch nicht so recht wem man „Comic Party“ in dieser Version wohl am besten empfiehlt. Vielleicht Fans der Reihe, aber gerade die könnte diese Version eher enttäuschen. Oder doch Leuten die gern mal in „Comic Party“ reinschnuppern möchten? Na da gibt’s imho wirklich bessere Möglichkeiten.
Bleiben natürlich noch die Hardcore Fans die eigentlich mit allem zufrieden sind, solange nur der richtige Titel draufsteht und die richtigen Figuren darin auftreten. Die sind auch mit dieser Serie bestimmt zufrieden.
Ansonsten halt der Gelegenheitsgucker der per Zufall drüber stolpert, aber wer weiß schon was dem gefällt???

Screenshots

Bild 1

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Bild 6

 Info
Originaltitel:Komikku pâtî
Lauflänge:ca. 24 Minuten pro Episode
Episoden:13 (+4 Specials)
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Jahr:2001
Regie:Norihiko Sudô
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  5/10

Aufrufe: 4507
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-844.htm