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Lupin III - Legend of the Gold of Babylon
Story

Lupin und seine Freunde befinden sich gerade in NewYork, auf der Suche nach Hinweisen über den Verbleib eines babylonischen Goldschatzes, als sie neben jeder Menge Problemen mit Mafia und Zenigata, eine schrullige alte bekannte namens Rosetta treffen.
Die scheint auch etwas über Babylon zu wissen und während Zenigata unter vehementem Protest vom Fall Lupin abgezogen wird, macht dieser sich mit seinen Freunden auf in den nahen Osten um dort nach weiteren Spuren zu suchen.
Doch auch die Mafia ist vor Ort, und Zenigata, der nicht lang brauchte um seinen alten Posten zurückzuerobern und gleich noch Verstärkung in Form von fünf hübschen Polizistinnen mitbringt.

Meinung

Was hat man bei Lupin nicht schon alles gesehen? Abstruse Abenteuer und gelüftete Geheimnisse von historischem Ausmaß sind für den geneigten Fan des Meisterdiebs wahrlich keine Unbekannten. Aber was man uns in "Legend of the Gold of Babylon" vorsetzt geht wirklich auf keine Kuhhaut mehr.
Beginnt das ganze noch wie ein normaler Wettlauf zwischen Lupin und der Mafia um einen sagenumwobenen, antiken Schatz, so gleitet das Drehbuch mit jeder weiteren Minute die verstreicht weiter in den Wahnsinn ab und endet schließlich in einer, nun sagen wir mal sehr eigenwilligen Interpretation von der Legende des Turmbaus zu Babel, einem goldgierigen Gott und Aliens in einem Kometen. Ach ja, hab ich schon erwähnt das natürlich auch Hitler dabei ist? Was wäre so ein Abenteuer auch ohne ihn.
Auf dieser Tour de Farce geht es nun also im Steilflug Richtung Totalausfall. Die Aneinanderreihung verschiedener Szenen wird dabei mit der Zeit immer beliebiger, Plotlöcher immer gigantischer und die Geschehnisse immer Schwachsinniger. Wer zu Beginn noch glaubt bei der reichlich überstrapazierten Eröffnungs-Verfolgungsjagd einen selbst für Lupin-Verhältnisse unerträgliche Blödsinn vorgesetzt zu bekommen wird sich in den folgenden 70 Minuten schmerzlich eines besseren belehrt sehen. Die ersten Viertelstunde ist tatsächlich der Teil des Films in dem man dem Franchise Lupin noch am besten gerecht wird.
Es ist in gewisser Weise allerdings schon fast wieder bewundernswert wie gekonnt wenig Feingefühl man hier im Umgang mit den anvertrauten und mit einer großen Fanbasis ausgestatteten Figuren zeigt. Man kann den Eindruck nicht loswerden das hier Leute am Werk waren die in ihrem Leben zuvor noch nie auch nur den Namen Lupin gehört haben und deren ganze Vorbereitung auf den Film darin bestand mal eine halbe Stunde mit einem zu reden der schon einmal ein paar Folgen der Serie zufällig im TV gesehen hat. Dementsprechend ist man zwar bemüht alle Stereotypen der Serie irgendwie mit einzubringen, schafft es aber dabei bei keiner einzigen den richtigen Ton zu treffen.
Die für Lupin charakteristische Portion Klamauk wird quälend übertrieben bis sich die Figuren selbst in den unpassendsten Situationen in völlig clownesken Bewegungen ergehen. Die ebenfalls immer etwas übertriebene Action mit realitätsfernen Stunts wird genauso überzogen, bis man sich eben mitten in der Wüste ein Wettrennen zwischen Panzern und einem Jeep liefert, aus selbigen abhebend von einer Sanddüne auf die Tragfläche eines Flugzeugs springt um mit diesem dann abzustürzen und dabei wieder zurück in den Jeep zu fliegen, und so weiter. Eigentlich ist das Beispiel fast noch harmlos gegenüber dem was einem hier noch zu zugemutet wird.
Da darf man dann wohl dankbar sein das Regisseur Kiyoshi Suzuki bei seinem weiteren Arbeiten für die Lupin Serie und das sind einige) nur noch an die Musik gelassen wurde.

Es mag dann schon gar nicht mehr verwundern das "Legend of the Gold of Babylon" auf grafisch zu den Tiefpunkten in Lupins Karriere gehört.
Ausgestattet mit Desings die man schon nicht mehr als "ungewohnter Stil" sondern nur noch als hässlich bezeichnen kann, und mit detailarmen Zeichnungen und hakeligen Animationen die selbst für das Jahr 1985 nur als absolut unterirdisch durchgehen, schafft man es dem Zuschauer auch noch das letzte bisschen Freude am sehen zu vergraulen.
Allerdings war man sich selber scheinbar keiner Schuld bewusst, oder es war einfach egal, denn von den offensichtlich sehr beschränkten Mitteln ließ man sich keinesfalls abhalten aufwendige Extras wie 360° Kamerafahrten in den Film einzubauen. Wie so etwas aussieht wenn man dafür dann nur 10 Einzelbilder benutzt... ja entsprechend halt.

Wie fragt Jigen seinen gerade hysterisch lachenden Freund an einer Stelle des Films so schön: "Lupin, alles in Ordnung mit dir?"
Ne leider nichts in Ordnung mit Lupin, gar nichts. Von vorn bis hinten einfach Scheiße alles sogar.
"Gebt dem Cäsar, was des Cäsars ist." zitiert auch der Film an einer Stelle munter drauf los - ja bitte, und gebt dem Lupin Fan bitte auch was ihm gebührt - Einen wenigstens halbwegs anständigen Film!
Mensch Link Cagliostro ist sechs Jahre älter und wirkt doch 20 Jahre jünger als dieser Käse.
Aber vielleicht wird wenigstens der ein oder andere Trash Fan glücklich mit dieser Gurke. Wer vor seinem Bildschirm sitzt und mit Spannung jedem Fehler, jedem völlig deplatzierten Reaction Shot und unterirdischem Dialog entgegenfiebert, der hat tatsächlich gute Chancen in "Legend of the Gold of Babylon" sein Heil zu finden.
Der Rest macht lieber einen großen Bogen um 99 Minuten Lebenszeitverschwendung. Das Lupin-Arsenal ist ja gottseidank mehr als umfangreich und man hat viele Alternativen. Schlechter als diese ist kaum eine davon.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Rupan sansei: Babiron no Ogon densetsu
Lauflänge:ca. 99 Minuten
Jahr:1985
Regie:Seijun Suzuki, Shigetsu Yoshida
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 4.jpg 4/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 3.jpg 3/10

 Gesamt:

  3/10

Aufrufe: 4375
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-858.htm