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Bounty Dog
Story

Yoshiyuki, Kei und Shoko bilden die Söldnergruppe „Bounty Dog“, die mit dem Auftrag zum Mond gereist ist ein geheimes Projekt eines mächtigen Unternehmens auszuspionieren.
Doch kaum angekommen begegnet den dreien unabhängig voneinander eine mysteriöse junge Frau, die Yoshiyukis Freundin Yayoi, die vor einem Jahr bei einem schlimmen Unglück starb bei dem Yoshiyuki einen Arm verlor, zum verwechseln ähnlich sieht, sich selbst zwar als Ines vorstellt, Yayoi aber durchaus zu kennen scheint.
Wie sich bald zeigt wird Ines nicht nur vom Militär, sondern auch von eben jenem Großkonzern verfolgt den die Bounty Dog ausspionieren sollten und dessen geheimes Projekt direkt mit Ines und Yayoi zusammenhängt und genug Sprengkraft birgt um nicht nur den Mond, sondern auch die gesamte Erde zu vernichten.

Meinung

Die zweiteilige OVA „Bounty Dog“ aus dem Jahre 1994 erzählt eine klassische Sci-Fi Geschichte mit Cyberpunk-Anleihen, in der eine Gruppe Söldner/Industriespione ein geheimes Projekt ausforschen sollen das ein mächtiger Konzern auf dem, inzwischen besiedelten, Mond veranstaltet.
Das dabei am Ende Wohl und Wehe der gesamten Menschheit auf dem Spiel stehen kann man sich schon fast denken.
Nun bin ich im Grunde großer Fan eben jener Thematiken egal ob nun in literarischer oder filmischer Form, von dreckigen Metropolkomplexen, weltregierenden Großkonzernen, Underdoghelden mit Spezialbegabungen und was zu einem ordentlichen Cyberpunk-Kracher noch so dazu gehört. „Bounty Dog“ startet da eigentlich auch mit den passenden Voraussetzungen um mir gut zu gefallen, eröffnet gleich mit coolen Technik-Spielereien wie einem Laptop-Display aus einer durchsichtigen Glasscheibe, einem Linien-Shuttle zum Mond und einer Großstadt unter einer Glaskuppel. Feinste Sci-Fi Elemente und auch gut in Szene gesetzt, dazu beginnt auch die Charaktereinführung vielversprechend mit einer schauspielernden Söldnerführerin, die die naive Mondtouristen mimt und einem cool auftretenden Helden mit bionischem Arm.
Leider hält diese positive Stimmung nicht lange an und die Geschichte beginnt sich nicht nur schnell, sondern einfach zu schnell zu entwickeln und wirkt irgendwann einfach ziemlich überstürzt. Irgendwie scheint der Teil zwischen Story- und Charaktereinführung und großem Finale so ziemlich unter den Tisch gefallen zu sein, so das man fast den Eindruck bekommen könnte zwischen den beiden Episoden fehle noch eine dritte, die auf jeden Fall dringend nötig gewesen wäre um der Geschichte die nötige Zeit zu geben sich zu entwickeln. So fehlt es an eben dieser und damit vor allem am Aufbau eines vernünftigen Spannungsbogens der uns von der Einleitung über den Mittelteil emotional auf das große Finale vorbereitet und uns Zeit gibt uns in die Charaktere einzufühlen um dann am Ende ordentlich mit ihnen mit zu fiebern und zu leiden.
Das man dann zu allem Überfluss auch noch generell unter einem fehlenden Gespür leidet dramatische Momente ordentlich in Szene zu setzen gibt vor allem dem großen Finale dann so ziemlich den Rest. Dabei birgt die Geschichte für unseren Helden ein ordentliches emotionales Dilemma mit dem man jeden Zuschauer packen könnte, muss er im Grunde doch genau gegen die Frau kämpfen die er geschworen hatte zu beschützen, aber nicht beschützen konnte. Und es ist sogar noch etwas komplizierter und das gesamte Schicksal der Menschheit steht auch noch auf dem Spiel und der Mond wird evakuiert usw., ein mächtig großer Haufen eben. Dumm nur wenn man es durch mangelhafte Inszenierung schafft das dem Zuschauer trotzdem alles irgendwie wodran vorbeigeht.
Schade auch weil die OVA im Einzelnen durchaus auch gelungene Momente hat und noch mehr weil das alles, egal ob gelungen oder weniger, für eine 94er Produktion mit durchweg ordentlichen Zeichnungen und vor allem Animationen umgesetzt wurde. So darf man so manche durch animierte Kamerafahrt bewundern, von denen in manch anderen Produktionen aus dem Zeitraum höchsten ein oder zwei als besonderer Eyecatcher eingebaut wurden.

So würde ich „Bounty Dog“ am Ende zwar niemandem wirklich empfehlen, aber wer Fan von Sci-Fi Action mit Cyberpunk Einschlag ist, der sollte vielleicht doch mal einen Blick riskieren, einfach weil manche Szenen und Umgebungsansichten eben doch ganz gut sind.

Screenshots

Bild 1

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Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

 Info
Originaltitel:Bounty Dog
Lauflänge:ca. 30 Minuten pro Episode
Episoden:2
Jahr:1994
Regie:Hiroshi Negishi
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 4472
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-879.htm